Celle Stadt

Celler Gastgeber fürs ganze Land

„Nach Hause“ kommen wird der Tag der Niedersachsen nach drei Jahrzehnten: Das identitätsstiftende Fest soll 2010 in Celle gefeiert werden. Hier war es 1981 aus der Taufe gehoben werden. Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) gab gestern die Entscheidung für den Austragungsort Celle bekannt.

  • Von Michael Ende
  • 18. Juli 2009 | 07:03 Uhr
  • 12. Juni 2022
von links Thomas Adasch, Martin Biermann, Uwe Schünemann, Karl-heinrich Langspecht
  • Von Michael Ende
  • 18. Juli 2009 | 07:03 Uhr
  • 12. Juni 2022
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Celle Stadt.

„Wir sind die Niedersachsen“ – und das sind wir vom 18. bis zum 20. Juni 2010 alle zusammen in Celle. Gestern Nachmittag überreichte Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) auf den Stufen des Landtags in Hannover eine entsprechende Urkunde an Celles Oberbürgermeister Martin Biermann sowie die beiden heimischen CDU-Landtagsabgeordneten Thomas Adasch und Karl-Heinrich Langspecht.

Alle drei Celler Politiker hatte sich seit Monaten für den Standort Celle stark gemacht. „Celle ist eine so schöne Stadt, dass man in ihr problemlos auch zwei mal den Tag der Niedersachsen feiern kann“, hatte der Minister gesagt. „Es ist nicht irgendein Fest – es ist das Fest der Niedersachsen. An drei Tagen – vom 18. bis zum 20. Juni 2010 – werden rund 200000 Gäste nach Celle kommen“, sagte Adasch. „Für unsere Stadt ist das nicht nur ein Highlight im Veranstaltungskalender, sondern eine hervorragende Gelegenheit, sich sowohl als historische und traditionsbewusste als auch als moderne und lebensfrohe Kommune inmitten einer wunderschönen Landschaft zu präsentieren.“

„Unsere gemeinsamen Anstrengungen haben sich gelohnt“, meinte Langspecht. Celle könne sich im Rahmen dieser „niedersächsischen Mini-Expo“ von seiner besten Seite zeigen und eine Menge für sein Image tun.

lCountdown läuft: Für Biermann war die gestrige Kür Celles als Austragungsort eine ganz besondere Genugtuung: „Für mich persönlich schließt sich ein Kreis: Ich habe den ersten Tag der Niedersachsen in Celle organisiert und jetzt dazu beigetragen, dass er beim 30. Mal erneut in Celle ausgetragen wird. Das ist ein absolutes Novum: Noch nie zuvor hat eine Stadt zwei Mal den Zuschlag für dieses Großereignis erhalten.“ Doch vor der Feier stehe die Arbeit, sagte Biermann, der selbst zum Jahresende aus dem Dienst scheidet: „Ich werde mich noch heute daran machen, eine Arbeitsgruppe der Stadtverwaltung zusammen zu stellen. Auf uns wartet eine gewaltige logistische Aufgabe – da sind eineinhalb Jahre gar nicht mal besonders viel Zeit.“

1981 wurde der erste Tag der Niedersachsen in Celle gefeiert. Die Wahl des Ortes war kein Zufall – im Gegenteil: Dahinter steckte Wilfried Hasselmann aus Nienhof. Der damalige CDU-Landesvorsitzende, Landesminister für Bundesangelegenheiten und Niedersachsens „Botschafter“ in der Bonner Landesvertretung nutzte seinen Einfluss, um das identitätsstiftende Fest in seine Kreisstadt zu holen. Organisiert wurde diese Celler Niedersachsen-Tag-Premiere von Hasselmanns damaligem Mitarbeiter Martin Biermann, Celles heutigem Noch-Oberbürgermeister. 1981 gestalteten rund 5000 Aktive über 40 Veranstaltungen.