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Der Norden Umfrage: Lehrer kämpfen in Corona-Krise mit mehr Stress
Der Norden

Umfrage: Lehrer kämpfen in Corona-Krise mit mehr Stress

10:20 17.06.2020
Trotz Corona-Krise erledigen viele Lehrer in Niedersachsen ihre Arbeit einer Umfrage zufolge gern. Foto: Sven Hoppe/dpa/Archivbild Quelle: Sven Hoppe
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Gleichzeitig seien 53 Prozent der Befragten gestresster als vor der Pandemie - 21 Prozent wiesen dies zurück. Die Krise bringe eine Doppelbelastung von Fern- und Präsenzunterricht, bemängelte GEW-Landeschefin Laura Pooth. Entlastung sei nötig. Zuvor hatten die «Nordwest-Zeitung» und die «Braunschweiger Zeitung» berichtet.

42 Prozent der Befragten seien beim Gedanken an den Präsenzunterricht besorgt wegen ihrer Gesundheit, nur 12 Prozent sorgten sich nicht, wie die Umfrage ergab. 17 Prozent gehörten nach eigenen Angaben wegen Vorerkrankungen zur Risikogruppe. Von diesen nutzte nur ein Drittel (230 Menschen) das Recht, ausschließlich im Homeoffice zu arbeiten. «Hochgerechnet sind also nur etwa sechs Prozent aller Lehrkräfte im Home-Office», sagte Pooth. Die GEW hatte im Mai mehr als 3800 Lehrer und Schulleiter befragt.

31 Prozent der Teilnehmenden verneinten, dass es an ihrer Schule ausreichend Waschbecken, Seife und Einmalhandtücher gibt - 58 Prozent dagegen bejahten dies. Nur die Hälfte der Befragten geht davon aus, dass der Mindestabstand im Unterricht eingehalten werden kann.

Die Gewerkschaft sieht ein Dilemma zwischen pädagogischem Anspruch und notwendigem Gesundheitsschutz: Lehrer seien engagiert, stießen jedoch bei den Bedingungen in den Schulen an Grenzen. Mit Blick auf das kommende Schuljahr forderte die GEW von der Landesregierung einen nachhaltigen Investitionsplan: «Wenn die Politik nicht endlich massiv in stabile Strukturen investiert, hat sie aus Corona nichts gelernt», sagte Pooth.