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Der Norden Schulöffnungen frühestens am 8. März
Der Norden

Schulöffnungen frühestens am 8. März

17:40 23.02.2021
Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne bei einer Pressekonferenz in Hannover. Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne bei einer Pressekonferenz in Hannover. Foto: Julian Stratenschulte/dpa Quelle: Julian Stratenschulte
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Hannover (dpa/lni) - Lehrer, Schüler und Eltern müssen sich weiter in Geduld üben, bis sie wissen, wann es an Niedersachsens Schulen wieder mehr Präsenzunterricht geben wird. Ursprünglich hatte Kultusminister Grant Hendrik Tonne die Entscheidung für diese Woche angekündigt - doch daraus wird nun nichts. Frühestens nach dem derzeitigen Lockdown, der mindestens bis zum 7. März andauert, seien Lockerungen möglich, erklärte der SPD-Politiker am Dienstag.

Die bisherigen Planungen für die Schulöffnungen hätten «sowohl den 1. März umfasst als auch spätere Zeitpunkte», sagte Tonne. Weil die Corona-Infektionszahlen seit zwei Wochen aber nicht mehr nennenswert zurückgingen, sei in der kommenden Woche noch nicht mehr möglich als das bisherige Modell. Dieses sieht Wechselunterricht in geteilten Klassen - teils zu Hause, teils in der Schule - nur für Grundschüler und Abschlussklassen vor. Gleichzeitig ist die Präsenzpflicht im Moment aufgehoben, das heißt, die Eltern können entscheiden, ob sie ihre Kinder in die Schule schicken oder nicht.

Das Kultusministerium plant jedoch weiterhin damit, «für eine Übergangsphase nach Ende des Lockdowns» möglichst alle Schulen in den Wechselunterricht zu versetzen. Voraussetzung dafür sei ein Rückgang der Infektionen. An den Kindertagesstätten sollen dann wieder normale Gruppengrößen möglich sein, wobei die Gruppen strikt getrennt werden müssen. «Damit hätten wir ein regelmäßiges Präsenzangebot für alle Kinder und Jugendliche», sagte Tonne. «Wir stehen in den Startblöcken, aber die Pandemie lehrt, dass Unwägbarkeiten bleiben.» Am 3. März wollen Bund und Länder das weitere Vorgehen beraten.

Der FDP-Bildungspolitiker Björn Försterling kritisierte angesichts der unklaren Perspektive, dass es «mit diesem Kultusminister keine Sicherheit, vor allem keine Planungssicherheit» für die Familien, Lehrer und Erzieher in Niedersachsen gebe.

© dpa-infocom, dpa:210223-99-561030/4