Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Anmelden
Der Norden Region Hannover will britische Corona-Mutation eindämmen
Der Norden

Region Hannover will britische Corona-Mutation eindämmen

09:40 09.02.2021
Anzeige
Hannover

So werde die reguläre Quarantänezeit für alle direkten Kontaktpersonen eines Corona-Infizierten ab sofort auf 14 Tage hochgesetzt. Das kündigte Andreas Kranz, Leiter des Fachbereichs Öffentliches Gesundheitswesen, an. Ein sogenanntes Freitesten durch einen Schnelltest nach zehn Tagen sei bis auf weiteres nicht mehr möglich.

Wenn es bessere Analysemöglichkeiten gebe, könne man wieder differenzierter vorgehen, sagte Kranz. «Aber im Moment können wir bei keinem Fall ausschließen, dass es sich um eine Mutation handelt.»

Bei einer Testserie war in 74 Proben 32 Mal die britische Virusmutation B.1.1.7 isoliert worden. «Wir müssen also annehmen, dass sich der Anteil der Mutationen deutlich im zweistelligen Prozentbereich bewegt», sagte Cora Hermenau, Gesundheitsdezernentin der Region Hannover. Bislang sind 137 Fälle mit dem Virus B.1.1.7 in digitalen System der Region Hannover erfasst.

Sobald eine Infektion an einer Schule auftrete, werde für alle Kontaktpersonen ersten Grades (K1) ein PCR-Test organisiert, um mögliche Ansteckungen auszuschließen, sagte Hermenau. Positiv vorliegende Befunde sollten, soweit möglich, auf eine Mutation überprüft werden. «Das ist eine Vorsichtsmaßnahme, bis wir mehr über die tatsächlichen Risiken wissen, die die neuen Virusformen mit sich bringen», sagte sie.

© dpa-infocom, dpa:210209-99-361592/2