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Der Norden Osnabrücker Zoo wieder im Lockdown: Forderung nach Öffnung
Der Norden

Osnabrücker Zoo wieder im Lockdown: Forderung nach Öffnung

06:30 16.03.2021
Eine Löwen-Skulptur ziert den Eingangsbereich vom Zoo Osnabrück. Foto: Friso Gentsch/dpa/Archivbild
Eine Löwen-Skulptur ziert den Eingangsbereich vom Zoo Osnabrück. Foto: Friso Gentsch/dpa/Archivbild Quelle: Friso Gentsch
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Osnabrück

Osnabrück (dpa/lni) - Nach dem Überschreiten der 100er-Inzidenz muss der Zoo Osnabrück in der Corona-Krise von Mittwoch an wieder dicht machen. «Es tut sowohl im Herzen als auch im Geldbeutel weh, die Kinder freuen sich so sehr», sagte Sprecherin Lisa Simon. Die Stadt verfügt wegen der hohen Infektionszahlen Schließungen im Einzelhandel, von Kultureinrichtungen und des Zoos. Gleichzeitig appellierte die Stadt an das Land, sinnvolles und risikoarmes Öffnen zu ermöglichen. Dazu gehöre auch eine Öffnung des Tierparks. Dort seien die Gäste unter freiem Himmel und könnten Abstand halten, solange die Besucherzahlen begrenzt werden.

«Es geht für uns langsam auch ums Überleben», sagte Fritz Brickwedde, Präsident der Zoogesellschaft Osnabrück. «Im Frühjahr beginnt mit den Osterferien die besucherstarke Zeit. Verluste, die wir im Winter machen, gleichen wir ab April normalerweise wieder aus und schaffen uns auch Rücklagen für das Jahresende.» Aktuell sei man einmal mehr auf Spenden angewiesen, um zumindest einen Teil der Kosten zu decken.

Nach viermonatiger Schließung hatten die ersten niedersächsischen Zoos und Tierparks erst vergangenen Montag öffnen dürfen. Nach der neuen Corona-Verordnung ist das in Landkreisen und kreisfreien Städten möglich, in denen die Inzidenz von 100 nicht überschritten wird. Die Zahl gibt an, wie viele Menschen pro 100 000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben.

Im Zoo Osnabrück wurde das Online-Terminangebot sehr gut angenommen, wie die Sprecherin des Tierparks sagte. Die Tageskapazität von 2000 Besuchern sei annähernd erreicht worden. Auch der Zoo forderte, Outdoor-Einrichtungen anders zu bewerten als beispielsweise Museen und Galerien.

© dpa-infocom, dpa:210316-99-838874/2