Das Verfahren soll zum einen dazu dienen, mehr über die Ausbreitung der sogenannten britischen Mutante B.1.1.7 und der sogenannten südafrikanische Mutante B.1.351 zu erfahren, erklärte das Amt am Mittwoch. Bisher lägen Informationen über 259 Ansteckungen mit diesen Varianten vor - 258 mit B.1.1.7 und eine mit B.1.351. Darüber hinaus könnten mit der Sequenzierung aber auch bisher unbekannte Mutanten nachgewiesen werden.
«Neue Mutationen können mit der Sequenzierung frühzeitig identifiziert und bekannte Virustypen bestätigt werden», sagte Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD). «Das Coronavirus passt sich an. Es ist nicht auszuschließen, dass es zu weiteren Mutationen kommt, die ansteckender sind oder zu schwereren Krankheitsverläufen führen können.» Die Sequenzierung sei daher wichtig, um Muster bei den Ansteckungen zu erkennen.
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