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Der Norden Mehr Covid-19-Patienten auf Niedersachsens Intensivstationen
Der Norden

Mehr Covid-19-Patienten auf Niedersachsens Intensivstationen

15:50 16.03.2021
Medizinischer Mundschutz liegt auf einem Tisch. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild
Medizinischer Mundschutz liegt auf einem Tisch. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild Quelle: Karl-Josef Hildenbrand
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Hannover

Am Dienstag lagen dort 233 an Covid-19 Erkrankte, am Vortag waren es noch 223. In den 119 Kliniken im Land stehen insgesamt knapp 2000 Intensivbetten für Erwachsene und rund 240 Intensivbetten für Kinder zur Verfügung. Bei den Erwachsenen sind derzeit laut Gesundheitsministerium etwa 80 Prozent, bei den Kindern ungefähr 60 Prozent belegt. Insgesamt wurden in den Kliniken zwischen Harz und Nordsee am Dienstag 877 mit dem Virus infizierte Patientinnen und Patienten behandelt.

Mitte Januar waren sogar rund 1400 Covid-19-Patienten in niedersächsischen Kliniken behandelt worden, davon 290 auf Intensivstationen. Wegen der Belastung der Stationen hatte damals zum Beispiel die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) geplante Operationen verschoben.

Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin DIVI forderte angesichts aktuell bundesweit steigender Infektionszahlen eine sofortige Rückkehr in den Lockdown. Wichtig sei es, nun die über 50- und über 60-Jährigen schnell zu impfen, erklärten die Intensivmediziner am Montag. Dann würden auch weniger Menschen mit Covid-19 schwer krank.

Seit der zweiten Welle sei die Zahl der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten auf einem vergleichsweise hohen Niveau, sagte der Verbandsdirektor der Niedersächsischen Krankenhausgesellschaft, Helge Engelke, am Dienstag. «Die Situation ist nach wie vor angespannt und das Personal weiterhin erheblichen Belastungen ausgesetzt.» Es sei davon auszugehen, dass sich die Lage in Regionen mit anhaltend hohen Inzidenzien weiter verschärfen wird. «Von daher halten die Krankenhäuser die zwischen Bund und Ländern vereinbarten Corona-Regeln einschließlich des Mechanismus der «Notbremse» für dringend erforderlich», betonte Engelke.

© dpa-infocom, dpa:210316-99-844792/3