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Der Norden Landesregierung stellt Corona-Impfstrategie vor
Der Norden

Landesregierung stellt Corona-Impfstrategie vor

06:40 19.11.2020
Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) kommt zu einer Pressekonferenz. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild Quelle: Julian Stratenschulte
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Hannover

Hannover (dpa/lni) - Niedersachsen hat die Vorplanung der bevorstehenden Impfung breiter Bevölkerungsschichten gegen das Coronavirus abgeschlossen. Das Konzept des Landes für das Einrichten von Impfzentren wollen Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) und Innenminister Boris Pistorius (SPD) heute in Hannover vorstellen. Neben den zentralen Impfmöglichkeiten in den Landkreisen und großen Städten sollen auch mobile Teams aufgebaut werden, die etwa die Bewohner von Heimen impfen. Vorbereitet werden muss auch der Transport und die Lagerung der Impfstoffe. Bundesweit soll es 60 Logistikstandorte geben.

In den geplanten Corona-Impfzentren sollen voraussichtlich jeweils mehrere Tausend Menschen pro Tag geimpft werden können. Je nach Größe könnten dies bis zu 4000 Menschen täglich sein. Zuerst sollen Menschen mit Vorerkrankungen etwa der Lungen oder der Bronchien geimpft werden, Ältere und Beschäftigte in besonders wichtigen Berufen - etwa Ärzte, Pfleger, Polizisten, Feuerwehrleute, Lehrer und Erzieher. Doch am Anfang wird der Impfstoff wohl nicht für all diese Menschen reichen. Also wird noch weiter priorisiert werden müssen.

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Für die Impfzentren ist nach den Plänen eine große Zahl an Ärzten nötig. Noch ist allerdings kein Impfstoff zugelassen. Experten rechnen mit der Zulassung um die Jahreswende. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) geht von einer flächendeckenden Bereitstellung von Impfstoff im Sommer 2021 aus. Die Bundesregierung hat immer wieder betont, dass es keine Impfpflicht geben werde.