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Der Norden Kassenärzte fordern: Schutzschirm für Arztpraxen beibehalten
Der Norden

Kassenärzte fordern: Schutzschirm für Arztpraxen beibehalten

08:20 12.02.2021
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Hannover

Der finanzielle Schutz muss demnach auch Leistungen umfassen, die ohne Mengenbegrenzung von den Krankenkassen bezahlt werden, also etwa ambulante Operationen, Vorsorgeuntersuchungen oder Prävention. Allerdings sieht das Bundesgesundheitsministerium den Angaben zufolge für das laufende Jahr dafür keine finanzielle Stützung durch die Krankenkassen mehr vor.

«Die Praxen dürfen nicht dafür bestraft werden, dass sie die Versorgung in vollem Umfang aufrechterhalten haben, obwohl aufgrund der Corona-Pandemie weniger Patienten behandelt werden konnten», sagte der Vorstandsvorsitzende der KVN, Mark Barjenbruch, in Hannover. Würden die Honorarverluste nicht in der bisherigen Form ausgeglichen, dürfte dies Auswirkungen auf die ärztliche Versorgung haben, betonte er.

«Spätestens zum Impfen werden die Praxen wieder in voller Personalstärke benötigt», sagte Barjenbruch. In der ersten Pandemiewelle im vergangenen Frühjahr habe der Schutzschirm dafür gesorgt, dass die medizinische Versorgung uneingeschränkt zur Verfügung gestellt werden konnte. So seien «im Wesentlichen» keine Belastungen oder Zusatzkosten für die Krankenkassen entstanden.

Vertragsärztinnen und -ärzte sowie Psychotherapeutinnen und -therapeuten kämpften «jeden Tag mit ihren Praxisteams gegen die Pandemie. Vor diesem Hintergrund erwarten die Berufsverbände, dass die Politik den Niedergelassenen den Rücken stärkt und ihnen beisteht», sagte KVN-Vize Jörg Berling. «Ohne den ambulanten Schutzwall hätten wir die erste Phase der Pandemie längst nicht so gut überstanden.»

© dpa-infocom, dpa:210212-99-408936/2