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Der Norden Göttingen setzt auf Lockerungen mit Teststrategie
Der Norden

Göttingen setzt auf Lockerungen mit Teststrategie

07:40 19.03.2021
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Göttingen

Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler rief die Landesregierung dazu auf, die bisherige Strategie in der Corona-Politik zu überdenken. «Wenn die richtigen Stellschrauben bewegt werden, kann das öffentliche Leben bei entsprechender Inzidenzwert-Lage durchaus großzügigere Lockerungen verkraften», sagte der SPD-Politiker.

Göttingens Sozialdezernentin Petra Broistedt forderte, etwa den Einzelhandel, die Außengastronomie und den Kultursektor «kontrolliert für diejenigen zu öffnen, die ein negatives Schnelltestergebnis vorweisen können». Auch Vereinssport im Freien könne so wieder möglich werden. Sie betonte: «Wir alle müssen lernen, noch lange mit der Pandemie zu leben. Die Akzeptanz von Einschränkungen bröckelt jedoch nach gut einem Jahr Corona langsam.» Dazu sei eine Ausnahmegenehmigung des Landes erforderlich. Göttingen baue derzeit massiv Schnelltestzentren aus.

Niedersachsen will trotz anziehender Corona-Zahlen Lockerungen erreichen, die an Schnelltests gekoppelt sind. Ein Sonderkoalitionsausschuss hatte am Donnerstag einen gemeinsamen Kurs festgezurrt. Nach Angaben von Landeswirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) bedeutet dies voraussichtlich ab Ende März eine deutliche Verbesserung der Lage im Einzelhandel. Laut Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) soll geprüft werden, ob mit tagesaktuellen Negativ-Attesten ein sicheres Zusammenkommen von Menschen beispielsweise zum Einkaufen möglich ist - unter Beibehaltung der aktuellen Hygieneregeln.

Als eine Testkommune hatte sich Celle ins Gespräch gebracht, nachdem unter anderem die Stadt Osnabrück bereits Interesse an einer testbasierten Öffnung des Handels bekundet hatte.

© dpa-infocom, dpa:210319-99-884555/2