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Der Norden Göttingen: Bei Spontan-Impfungen von Jüngeren zurückrudern
Der Norden

Göttingen: Bei Spontan-Impfungen von Jüngeren zurückrudern

12:30 07.04.2021
Eine Ampulle des Corona-Impfstoffs des Pharmakonzerns Astrazeneca. Foto: Russell Cheyne/PA Wire/dpa/Symbolbild
Eine Ampulle des Corona-Impfstoffs des Pharmakonzerns Astrazeneca. Foto: Russell Cheyne/PA Wire/dpa/Symbolbild Quelle: Russell Cheyne
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Göttingen

Weil unter 60-Jährige laut offizieller Empfehlungen nicht mehr mit Astrazeneca geimpft werden sollen, könnten nicht alle vorrätigen Impfdosen taggenau aufgebraucht werden, hieß es von der Stadt Göttingen. Es sei mit einem Überschuss von etwa zehn Impfdosen pro Tag zu rechnen. Die sollten anderen Interessierten zur Verfügung gestellt werden - vorausgesetzt sie sind älter als 60.

Eine Sprecherin des Sozialministeriums sagte am Mittwoch in Hannover, dass Göttingen die außerplanmäßigen Impfungen nicht mit dem Land abgesprochen habe. «Wir weichen die Priorisierungsgruppen nicht auf», sagte die Sprecherin. Göttingen «erhält heute von uns eine entsprechende Weisung, dass sie das bitte wieder einstellen möchten».

Im Impfzentrum Siekhöhe sollte das Vakzin von Astrazeneca ab Mittwoch auch Menschen gegeben werden, die laut der Impfreihenfolge noch nicht an der Reihe wären. Das Sozialministerium argumentierte, dass keine Dosen weggeworfen werden müssten. «Es findet sich immer noch ein Rettungssanitäter oder eine Kindergärtnerin, die jetzt wirklich dran ist», sagte die Sprecherin. «Wenn sich jemand freiwillig meldet, der nicht in die Priorisierung fällt, können wir das System aktuell nicht aufweichen.»

© dpa-infocom, dpa:210407-99-113036/2