Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Anmelden
Der Norden Astrazeneca in Niedersachsen nur noch für Menschen ab 61
Der Norden

Astrazeneca in Niedersachsen nur noch für Menschen ab 61

22:40 30.03.2021
Eine Ampulle mit dem Corona-Impfstoff des Herstellers Astrazeneca steht auf einem Tisch. Foto: Soeren Stache/dpa/Symbolbild
Eine Ampulle mit dem Corona-Impfstoff des Herstellers Astrazeneca steht auf einem Tisch. Foto: Soeren Stache/dpa/Symbolbild Quelle: Soeren Stache
Anzeige

Damit folge die Landesregierung der jüngsten Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko), wie Regierungssprecherin Anke Pörksen am Dienstagabend mitteilte. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten aufgrund der Empfehlung beschlossen, Astrazeneca ab Mittwoch in der Regel nur noch für Menschen ab 60 Jahren einzusetzen.

Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) teilte mit, es werde bei den Impfungen kurzfristig umdisponiert. «Wir haben unseren Dienstleister bereits angewiesen, keine neuen Termine mehr für die entsprechende Personengruppe mit diesem Impfstoff zu vergeben.» Und: «Zum Glück kam heute die Nachricht, dass Biontech seine Lieferungsmengen erhöhen kann. Insofern hoffen wir, dass die heutige Entscheidung nicht zu allzu großen Verzögerungen im Impffortgang führen wird», so die Ministerin.

Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sagte: «Ich bedauere sehr, dass jetzt viel Verunsicherung aufkommen wird. Astrazeneca bleibt dennoch ein wichtiger Impfstoff zur Eindämmung der Corona-Infektionen.» Er bitte vor allem die über 60-Jährigen herzlich, sich Astrazeneca gegenüber aufgeschlossen zu zeigen. «Ich jedenfalls werde mich mit Astrazeneca impfen lassen, sobald ich an der Reihe bin», so der Regierungschef.

Grundlage für die Stiko-Empfehlung sind derzeit verfügbare Daten zum Auftreten «seltener, aber sehr schwerer thromboembolischer Nebenwirkungen». Diese seien 4 bis 16 Tage nach der Impfung ganz überwiegend bei Personen im Alter unter 60 Jahren aufgetreten, teilte das beim Robert Koch-Institut (RKI) angesiedelte Gremium mit. Dabei geht es um Auffälligkeiten mit Fällen von Blutgerinnseln (Thrombosen) in Hirnvenen in zeitlichem Zusammenhang zu Impfungen, die vor allem bei jüngeren Frauen gemeldet wurden.

© dpa-infocom, dpa:210330-99-33979/2