Westkreis-Gymnasium

Winser Politiker übergeben 1100 Unterschriften

Die Winser kämpfen weiter für ein neues Gymnasium. 1100 Unterschriften wurden gesammelt.

  • Von Simon Ziegler
  • 09. Jan. 2020 | 17:47 Uhr
  • 12. Juni 2022
  • Von Simon Ziegler
  • 09. Jan. 2020 | 17:47 Uhr
  • 12. Juni 2022
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Winsen.

Winsen oder Hambühren – wo entsteht das neue Westkreis-Gymnasium? Winsens Bürgermeister Dirk Oelmann hat am Donnerstag gemeinsam mit einer Delegation des Gemeinderates Celles Landrat Klaus Wiswe eine Unterschriftenliste übergeben. 1100 Bürger haben unterschrieben, dass in Winsen ein neues Gymnasium gebaut werden soll. Mehr noch: Die Winser stellen sich eine Plus-Energie-Schule vor. Sie argumentieren, es sei langfristig besser, in neue Gebäude in Winsen als in die Bestandsbauten in Hambühren zu investieren. "Die Unterschriften wurden innerhalb von 14 Tagen gesammelt. Ich finde, 1100 sind eine stattliche Zahl", sagte Oelmann. Bei der Übergabe waren Vertreter aller Ratsfraktionen dabei.

Landrat ist unbeeindruckt

Sonderlich beeindruckt zeigte sich Wiswe aber nicht. Er bedankte sich für das Engagement, bewertet die Lage aber anders. Wiswe erwartet im Kreistag eine emotionale Debatte, sagte er. "Der Vorschlag, den wir unterbreiten, ist nicht in Ihrem Sinne. Hambühren hat eindeutige Vorteile", so der Landrat an die Winser Delegation. Dazu zählten nicht nur die Finanzen, die Hambühren-Lösung sei rund zehn Millionen Euro günstiger. Dort könnte ein gymnasiales Angebot auch sofort umgesetzt werden. "Wie der Kreistag entscheidet, weiß ich nicht. Ziel muss es sein, dass jetzt eine Entscheidung kommt", so Wiswe.

Supermoderne Schule ins Spiel gebracht

Dass es Punkte gibt, die für Hambühren sprechen, bestreitet Oelmann nicht. "Unsere Argumente wiegen das aber auf", sagte der Winser Verwaltungschef. Er hat indes nicht nur seine Gemeinde im Blick: "Wichtig ist, dass der Westkreis ein Gymnasium bekommt. Danach kommt die Frage des Standortes." Die Winser hatten einen supermodernen Neubau ins Spiel gebracht, in dem durch Geothermie und Photovoltaik mehr Energie produziert als verbraucht werden soll. Eine Kostenersparnis gebe es auch im Bereich Schülerbeförderung.

Gebäude wurde schon saniert – vor zehn Jahren

Wiswe ist hingegen der Auffassung, die Winser würden verkennen, dass "das für das Hölty-Gymnasium vorgesehene Gebäude I bereits 2007 bis 2010 energetisch saniert wurde". Der nötige Anbau würde zudem auf neuestem Stand realisiert. Eine CO2-neutrale Schule sei wünschenswert, aber besonders teuer. "Gerade aus klimapolitischer Sicht dürfte es zudem geboten sein, keine neuen Flächen zu versiegeln und vorrangig bereits vorhandene Grundstücke und Gebäude vernünftig zu nutzen", so Wiswe weiter.