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Winsen Spektakuläre Alpaka-Geburt auf Thörener Weide
Celler Land Winsen Spektakuläre Alpaka-Geburt auf Thörener Weide
16:10 18.06.2010
Thören

THÖREN. Eigentlich wollte sich Markus Gerloff nur ein sinnvolles Hobby zulegen, als er vor anderthalb Jahren ein Alpaka kaufte. Der neunjährige Sohn Mattes und seine älteren Brüder Silvester und Sascha sollten auch etwas davon haben, denn die Tiere seien genügsam, freundlich und gutmütig. Als intelligent, neugierig und liebevoll werden Alpakas charakterisiert und ihre beruhigende Art wirkt sich positiv auf Kinder aus. Also fuhren Gerloffs von Park zu Park und von Züchter zu Züchter und machten sich sachkundig.

Der 15-jährige dunkelbraune Alpaka-Hengst Pako wurde als „der Opa von Fehmarn“ von der Insel geholt. „Und weil Alpakas Herdentiere sind, sollte man mindestens zwei Tiere halten“, begründet Gerloff den Zukauf der weißen Alpaka-Stute. „Benicia ist ein Import-Alpaka aus Chile und wurde von einem Züchter in Ganderkesee verkauft, weil es im Gegensatz zu ihren Geschwistertieren nicht tragend wurde.“ Auf der 4000 Quadratmeter großen Weide in Thören wurde Stute Benicia vor gut einem Jahr von Hengst Pako gleich freudig in Empfang genommen – mit dem bekannten Ergebnis. Nach knapp zwölf Monaten Tragezeit wurde jetzt Vranko geboren. Stockmaß: 55 Zentimeter.

„Vranko ist putzmunter“, freuen sich Markus und Melanie Gerloff über den Alpaka-Nachwuchs. „Der Mutter Benicia geht es sehr gut, auch wenn es ihr erstes Junges ist.“ Hengst Paco musste allerdings Anfang Mai eingeschläfert werden, weil er nach der jährlichen Schur trotz des festen und geschützten Stalles an einer sehr starken Unterkühlung litt und der Tierarzt dem Tier nicht mehr helfen konnte. „Das Fell des Huacaya-Alpaka hat vor der Schur eine feine, gleichmäßig gekräuselte Faser, das an einen Teddy erinnert“, beschreibt Gerloff das dichte Fell der Tiere.

Noch stakst Vranko etwas ungelenk auf dem Gras umher – immer an der Seite von Mutter Benicia. In einiger Zeit werden Markus und Melanie Gerloff das Tier an ein Halfter gewöhnen.

Von Lothar H. Bluhm