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Winsen Kitas, Hunde, Steuer: In Winsen wird`s teurer
Celler Land Winsen Kitas, Hunde, Steuer: In Winsen wird`s teurer
17:03 03.12.2015
Von Simon Ziegler
Für die Kinderbetreuung in Krippen und Kitas müssen Winser Eltern künftig wohl mehr bezahlen.
Für die Kinderbetreuung in Krippen und Kitas müssen Winser Eltern künftig wohl mehr bezahlen. Quelle: Julian Stratenschulte (Archiv)
Winsen (Aller)

Eltern, Hundebesitzer und Unternehmen sollen in Winsen im kommenden Jahr stärker zur Kasse gebeten werden. Auf der Tagesordnung des Gemeinderates stehen am Dienstag, 8. Dezember, die Überarbeitung der Kita-Satzung, die Anpassung der Hunde-Satzung und die Festlegung der Steuersätze.

Die stärksten Auswirkungen dürfte die geplante Erhöhung der Kitabeiträge haben. Die Sätze sollen um zehn Prozent steigen. Die vierstündige Vormittagsbetreuung soll statt 97 Euro dann 106 Euro kosten. Die Kosten für die Ganztagsbetreuung steigen von 188 auf 207 Euro. Auch die Krippenplätze werden teurer: Für einen Platz von 8 bis 14 Uhr zahlen Eltern künftig 178 und nicht mehr 162 Euro pro Monat. Wer sein Kind den ganzen Tag betreuen lässt, muss 249 statt 226 Euro überweisen.

Bei der Erhöhung der Kita-Satzung ist sich die Politik dem Vernehmen nach weitgehend einig. Die Gemeinde will einen Teil der Kosten an die Eltern weitergeben, die durch die Tariferhöhung im öffentlichen Dienst entstanden sind. Durch die Eltern-Beiträge wird bisher ein Kostendeckungsgrad von kaum 20 Prozent erzielt. Im Winser Haushaltsplan ist aber das Ziel formuliert, dass der Kostendeckungsgrad durch die Elterngebühren eigentlich auf 30 Prozent erhöht werden soll – davon ist die Gemeinde noch weit entfernt.

Anders sieht es bei der geplanten Anpassung der Gewerbesteuer aus. Die CDU hat angekündigt, unter anderem wegen dieser Erhöhung den Gemeinde-Haushalt 2016 abzulehnen. Nach Angaben von Kämmerin Anke Schumann soll der Hebesatz von 380 auf 400 Punkte steigen. Es sei aufgrund der schlechten Haushaltslage der Gemeinde notwendig, den Hebesatz zum 1. Januar zu erhöhen. Dadurch erhofft sich die Gemeinde Mehreinnahmen von 140.000 Euro im Jahr. Die Sätze der Grundsteuern A und B werden nicht angefasst.

Weniger Konfliktpotenzial verspricht die geplante Erhöhung der Hundesteuer ab Januar. „Pro Hund sollen sechs Euro im Jahr mehr verlangt werden“, sagte Schumann. Das könnte 8000 Euro in die Gemeindekasse spülen. Für den ersten Hund würde die Steuer dann 60 Euro betragen, für den zweiten Hund 132 Euro und für jeden weiteren 192 Euro. Zum letzten Mal waren die Beträge bei der Euro-Umstellung im Jahr 2002 modifiziert worden.

Im Gemeinderat soll auch der Haushalt 2016 beschlossen werden. Die Sitzung beginnt um 17 Uhr im Grooden Hus.