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Winsen Hochwasser 2013: Schäden in Winser Siedlung noch immer nicht beseitigt
Celler Land Winsen Hochwasser 2013: Schäden in Winser Siedlung noch immer nicht beseitigt
19:27 06.12.2015
Von Simon Ziegler
Anwohner Peter Schreier ärgert sich: Der Südoheweg braucht eine neue Asphaltdecke, aber seit Jahren ist nichts passiert.
Anwohner Peter Schreier ärgert sich: Der Südoheweg braucht eine neue Asphaltdecke, aber seit Jahren ist nichts passiert. Quelle: Michael Schäfer
Winsen (Aller)

SÜDOHE. Peter Schreier ist sauer. „Wer verschaukelt hier wen? Eine Firma die Kommune? Oder die Kommune den Bürger?“ fragt der Mann, der in der Winser Allersiedlung Südohe lebt. Er hat kein Verständnis dafür, dass Hochwasserschäden aus dem Jahr 2013 noch immer nicht beseitigt sind. Und offenbar auch den Glauben verloren, dass sich daran in Kürze etwas ändert.

Rückblick: Im Frühsommer 2013 waren in Norddeutschland zahlreiche Flüsse über die Ufer getreten. Im Landkreis Lüchow-Dannenberg wurde der Katastrophenfall ausgerufen, zahlreiche Celler Feuerwehrleute wurden zum Hilfseinsatz an die Elbe gerufen. Das Celler Land kam vergleichsweise glimpflich davon, doch auch an der Aller kam es zu Hochwasserschäden. Die beiden Siedlungen Süd- und Westohe, die zu Winsen gehören, waren quasi von der Außenwelt abgeschnitten.

„Die Hochwasserkatastrophe verursachte im Wohngebiet Südohe massive Schäden an der einzigen Zufahrststraße Südoheweg“, sagt Anwohner Schreier. Doch bis Ende 2014 sei seitens der Gemeinde nichts passiert, um die Schäden zu beheben. Dann sei eine Sanierung der Asphaltdecke auf das Frühjahr 2015 verschoben worden, da es am Jahresende zu kalt gewesen sei. Dann habe es eine erneute Verschiebung auf Sommer gegeben. Die Straße ist bis heute nicht saniert. Zwar sind die Löcher beseitigt, die Deckschicht fehlt aber. Die beauftragte Firma soll die Arbeiten einfach nicht ausgeführt haben. Ob es im Jahr 2016 etwas wird?

Winsens Bürgermeister Dirk Oelmann versteht den Ärger in der Südohe, der Bürger habe „komplett Recht“. Der Verwaltungschef sieht die Schuld bei der Firma. Die habe die Gemeinde hinters Licht geführt. „Es hätte genügend Tage gegeben, an denen die Sanierungsarbeiten hätten ausgeführt werden können“, sagt Oelmann. Er vermutet, dass die Firma zu viele Aufträge angenommen habe und sie nicht abarbeiten könne. Denn auch anderer Stelle in Winsen soll das Unternehmen, dessen Namen Oelmann nicht nennen wollte, Arbeiten nicht erledigt haben. Der Bürgermeister hat jetzt intern im Rathaus die Anweisung herausgegeben, dieses Unternehmen bei Ausschreibungen nicht mehr zu berücksichtigen.

Wann der Südoheweg eine neue Asphaltdecke bekommt, ist weiter offen.