Sanierung der B214

Minister Althusmann kann auch nichts machen

Weil die Sanierung der B214 in Wietze so lange dauert, hat Thomas Adasch den Minister Bernd Althusmann eingeschaltet. Jetzt liegt seine Antwort vor.

  • Von Simon Ziegler
  • 08. Juni 2022 | 17:43 Uhr
  • 14. Juni 2022
  • Von Simon Ziegler
  • 08. Juni 2022 | 17:43 Uhr
  • 14. Juni 2022
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Wietze.

Verständnis für die Nöte der Anlieger, aber keine konkreten Zusagen, dass es schneller geht: Niedersachsens Verkehrsminister Bernd Althusmann hat jetzt auf das Hilfeersuchen des Landtagsabgeordneten Thomas Adasch im Zusammenhang mit der langwierigen Sanierung der B214 in Wietze reagiert.

Den Unmut der Anwohner und besonders der Unternehmer könne er nachvollziehen, schreibt der Minister an seinen Hambührener CDU-Parteifreund, zu dessen Wahlkreis Wietze gehört. Die Bauverzögerung in der Erdöl-Gemeinde habe mehrere Gründe, führt Althusmann aus, dessen Haus sich offenbar über die Vorgänge in Wietze genau informiert hat. „Im Bereich des Brückenbauwerkes kam es zu Verzögerungen, da aufgrund der Corona-Pandemie nicht austauschbare Baustoffe wochenlang nicht lieferbar waren und aufgrund von Kampfmittelverdachtspunkten, die durch eine Fachfirma untersucht werden mussten“, erläutert der Verkehrsminister. „Weitere Verzögerungen entstanden durch Leitungen, die von den Versorgungsträgern unvorhergesehen umverlegt werden mussten“, schreibt Althusmann an Adasch. Schließlich sei eine weitere Verzögerung entstanden, da sich ein Versorgungsunternehmen kurzfristig während der Bauphase entschieden habe, bestehende Leitungen zu erneuern. „Deren Austausch hätte in den nächsten Jahren erneut zu erheblichen Einschränkungen für die Bevölkerung geführt“, so der CDU-Politiker.

Halbseitige Sperrung geplant

Inzwischen seien der Bauablauf und die Verkehrsführung angepasst worden. Zwei der drei verbleibenden Bauabschnitte würden unter halbseitiger Sperrung der Straße erfolgen, so dass es im Sommer zu keiner langfristigen Sperrung mehr kommen werde. „Lediglich an den Tagen, an denen die Fahrbahn eingebaut wird, muss die Strecke voll gesperrt werden. In der Regel dauert der Einbau drei bis vier Tage“, schreibt Althusmann weiter. Eine temporäre Aufhebung der Sperrung soll sofort erfolgen, wenn dies möglich ist. Der Minister sichert zu, dass die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr „trotz der schwierigen Umstände das Bestmögliche unternehmen wird, um die Einschränkungen der Bürgerinnen und Bürger und der Unternehmen auf ein Minimum zu beschränken“.

Sanierung bis Frühjahr 2023

Im Frühjahr war bekannt geworden, dass die Sanierung der B214 nicht wie geplant in diesem Sommer, sondern erst im April des kommenden Jahres beendet sein soll – also neun Monate später. Daraufhin hatten mehrere Gewerbetreibende ihren Unmut zum Ausdruck gebracht. Gastronomen und Einzelhändler seien durch die Coronakrise und die langen Sanierungsarbeiten stark gebeutelt, hieß es vom Gewerbering. Adasch schaltete den Minister ein, um die Sanierung zu beschleunigen.

Adasch hat "keine Wunder erwartet"

„Ich habe keine Wunder erwartet“, kommentierte Adasch am Mittwoch das Antwortschreiben aus Hannover. Es sei im Interesse der Wietzer Einzelhändler wichtig, alle Möglichkeiten auszuschöpfen und kein Schaden, wenn der Minister Kenntnis von den Nöten in Wietze habe. „Vor allem wollte ich dafür sensibilisieren, dass die Landesbehörde darauf achtet, dass es jetzt zügig weitergeht“, sagte Adasch.