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Südheide Wollen zeigen: „Hermannsburg, das hat was“
Celler Land Südheide Wollen zeigen: „Hermannsburg, das hat was“
13:36 13.06.2010
Hermannsburg

Inwieweit spürt der Örtze-Ring die Auswirkungen der Wirtschaftskrise?

Erwin Wilkowski: Tourismus spürt derzeit die Krise nicht, eher im Gegenteil. Es liegen uns zwar noch nicht die Jahreswerte vor, aber es scheint sich abzuzeichnen, dass Hermannsburg zu den Gewinnern zählt. In der Krise machen die Deutschen wieder vermehrt Urlaub im eigenen Land.

Uwe de Klark: Die mir bekannten Handwerksbetriebe merken derzeit keine Auswirkungen der Wirtschaftskrise – im Gegenteil, die Auftragsbücher sind teilweise so voll wie schon lange nicht mehr.

Wie kann der Markt dazu beitragen negativen Entwicklungen entgegenzusteuern?

Erwin Wilkowski: Alle Veranstaltungen des Örtze-Rings dienen dazu, den Standort Hermannsburg attraktiv zu halten. Der Wein- und Kartoffel-Markt in Verbindung mit dem verkaufsoffenen Sonntag ist sowohl für Einheimische als auch für Touristen interessant. Er lässt sich weder als reine touristische noch als reine lokale Veranstaltung eingruppieren. Der Wein- und Kartoffelmarkt ist aus Gewerbeschauen entstanden und eine Weiterentwicklung im Interesse unserer Mitglieder, der Kunden und Touristen.

Uwe de Klark: Der Markt präsentiert Hermannsburg als interessanten, charmanten und leistungsfähigen Einkaufsort, der kaum Wünsche offen lässt. Gerade der Mix aus Veranstaltungen und spätsommerlicher Atmosphäre schafft ein besonderes Flair.

Aushängeschild der Veranstaltungen des Örtze-Rings ist das sommerliche Ritterturnier. Könnte der Wein- und Kartoffelmarkt in Zukunft in ähnliche Dimensionen ausgebaut werden?

Erwin Wilkowski: Den Wein- und Kartoffelmarkt gibt es schon länger als das Ritterturnier. Außerdem ist das Ziel beim Turnier vorwiegend auf Tagestourismus aus der Umgebung und Übernachtungstourismus ausgelegt. Bisher findet das Ritterturnier ohne Beteiligung des örtlichen Handels statt. Aber auch hier wird sicherlich eine Weiterentwicklung stattfinden.

Uwe de Klark: Das Ritterturnier war ursprünglich ein Programmpunkt des Wein- und Kartoffelmarktes, wird aber nun aufgrund seiner mittlerweile erreichten Größenordnung als eigenständige Veranstaltung durchgeführt. Beim Markt steht nicht das Event im Mittelpunkt, hier ist es das Gewerbe und der Handel.

Wie hat sich der Markt in den vergangenen Jahren entwickelt?

Erwin Wilkowski: Unsere Zielsetzung ist immer, den Markt durch Rahmenveranstaltungen noch attraktiver zu machen. Feuerwerk, Musikdarbietungen und lokale Veranstaltungen wie jetzt der Landesentscheid der Feuerwehren sind für die Besucher willkommene Anlässe, wieder einmal Hermannsburg zu besuchen.

Uwe de Klark: Schon sehr früh haben Feuerwehr und Örtze-Ring erkannt, dass beide Veranstaltungen sich sehr gut ergänzen. Deshalb pendelt ein Bus-Shuttle zwischen beiden Veranstaltungsorten, so dass der Besucher beide Events genießen kann.

Welchen Nutzen können Besucher, aber auch Gewerbetreibende aus dem Markt ziehen?

Erwin Wilkowski: Natürliche, landwirtschaftliche, regionale Produkte kennen lernen, Kontakte knüpfen, informieren, Geselligkeit, Unterhaltung – alles was einerseits den Einheimischen an seinem Wohnort interessiert – aber auch der Tourist bekommt hier Anregung und Alternativen geboten.

Uwe de Klark: Natürlich kann sich jeder Besucher auch darauf beschränken, Spaß und Freude an unserer Veranstaltung zu

haben – aber vielleicht kann

man in manchem Geschäft ein Schnäppchen erwerben oder sich kompetent beraten lassen. Wir freuen uns schon, wenn der Gast die Erkenntnis erlangt: Hermannsburg, das hat was.

Von Björn Schlüter