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Südheide Rheinmetall: Auftrag für 3,1 Milliarden
Celler Land Südheide Rheinmetall: Auftrag für 3,1 Milliarden
13:47 13.06.2010
Unterlüß

DÜSSELDORF. Als einen bedeutenden Tag in der Firmengeschichte, bezeichnete der Vorstandsvorsitzende der Rheinmetall AG, Klaus Eberhardt, gestern den Auftrag im Wert von 3,1 Milliarden Euro, den das Unternehmen von der Bundeswehr an Land gezogen hat. Die Rheinmetall AG wird ab dem kommenden Jahr 405 Schützenpanzer vom Typ Puma an die deutschen Streitkräfte liefern.

Der Auftrag bedeutet den Einstieg in die Serienproduktion für den Schützenpanzer. Rheinmetall teilt sich ihn der Krauss-Maffei Wegmann GmbH & Co. KG, mit der das Rüstungsunternehmen eine Gesellschaft gegründet hat.

„Mit dem Serienauftrag sichern wir hoch entwickeltes wehrtechnisches Fachwissen in Deutschland und damit eine große Zahl von Arbeitsplätzen auf lange Sicht“, sagt der Vorstandsvorsitzende weiter.

Der Auftrag wird sich auch in den Auftragsbüchern des Celler Werkes niederschlagen „Unterlüß wird davon maßgeblich profitieren, denn der Bereich Waffe Munition liefert das Waffensystem für den Puma“, sagte Oliver Hofmann, Pressesprecher der Rheinmetall Defence. Es handelt sich dabei laut dem Unternehmen um eine neu entwickelte 30mm-Waffenanlage. Auch die Rheinmetall-Landsysteme werden nach seinen Worten indirekt von dem Auftrag profitieren.

Der Puma ist laut dem Unternehmen das wichtigste Vorhaben der Modernisierung des Heeres. Der Schützenpanzer soll seinen Insassen einen bislang von keinem vergleichbaren Fahrzeug erreichten Schutz vor Minen, dem Beschuss mit Panzerabwehrwaffen und selbst gebauten Sprengsätzen bieten. Mehr als dreißig Jahre nach Indienststellung des Schützenpanzers Marder bei der Bundeswehr begründe der Puma mit seinem Leistungsspektrum eine neue Fahrzeugkategorie.

Von Tore Harmening