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Südheide Arbeiten am „Schönen Tor zum Örtzepark“ beginnen
Celler Land Südheide Arbeiten am „Schönen Tor zum Örtzepark“ beginnen
14:00 13.06.2010
Im Beisein einiger Förderkreis-Mitglieder starten Hermannsburgs Bürgermeister Axel Flader (links) und Förderkreis-Vorsitzender Ernst-Günther Rabe mit einem symbolischen Spatenstich das Vorhaben.
Im Beisein einiger Förderkreis-Mitglieder starten Hermannsburgs Bürgermeister Axel Flader (links) und Förderkreis-Vorsitzender Ernst-Günther Rabe mit einem symbolischen Spatenstich das Vorhaben. Quelle: Udo Genth
Hermannsburg

Am Freitagnachmittag hoben der Vorsitzende des Förderkreises Heimatmuseum Ernst-Günther Rabe gemeinsam mit Hermannsburgs Bürgermeister Axel Flader eine kleine Grube aus. Damit hat ein ehrgeiziges Projekt begonnen.

Als Häuslingshaus wird ein Gebäude bezeichnet, in dem die Mitarbeiter eines Bauern – Knechte und Mägde, meist mit ihren Familien – wohnten. Das Haus stand ursprünglich an der Müdener Straße in Baven. Es wurde um 1880 errichtet, drei Jahrzehnte später bekam es einen Anbau und war bis Anfang der 60er Jahre bewohnt. Im Juli 2009 begann der Abbruch zur Umsetzung. Einzelteile des Hauses wurden eingelagert, um es weitgehend originalgetreu neben dem Heimatmuseum am Auteriver Platz in Hermannsburgs Mitte wieder aufzubauen. „Ich freue mich“, sagte Flader und sprach von einem zukünftigen „schönen Tor zum neu hergerichteten Örtzepark“. Er erläuterte, die Gemeinde habe das Geländestück dafür vertraglich dem Förderkreis überlassen und unterstütze das Vorhaben ideell.

Über den Zeitplan informierte Rabe. Ein gutes halbes Jahr hatte der behutsame Abbau des Hauses gedauert. An ihm haben sich vorwiegend Förderkreis-Mitglieder beteiligt. Für den Aufbau veranschlagte Rabe drei Jahre. Allerdings ist geplant, das Fachwerk sowie ein Dach bis zum Herbst fertig gestellt zu haben. Dann kann mit dem Innenausbau begonnen werden. „Wir wollen nicht für lange Zeit den Anblick einer Baustelle bieten“, meinte Rabe. Das Haus steht auf einer Grundfläche von knapp 100 Quadratmetern und ist in zwei Bereiche geteilt. Während im vorderen Abschnitt der Förderkreis sein Büro haben wird und sanitäre Einrichtungen vorgesehen sind, soll der hintere große, ungeteilte Raum für Versammlungen oder generationsübergreifende Ausstellungen genutzt werden. Das Häuslingshaus sei ein Kulturdenkmal der hiesigen Region und aus diesem Grunde erhaltenswert, schloss der Vorsitzende seine Ausführungen. „Es wird ein Schmuckstück“, war sich Flader sicher.

Von Udo Genth