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Wathlingen Miss Wathlingen: Tamara Wäsche
Celler Land Samtgemeinde Wathlingen Wathlingen Miss Wathlingen: Tamara Wäsche
13:12 13.06.2010
Miss Watlingen Tamara Wäsche
Miss Watlingen Tamara Wäsche Quelle: nicht zugewiesen
Wathlingen

Ganz kaputt sei sie erst in der vergangenen Nacht nach Wathlingen zurückgekommen, habe aber eine Menge Eindrücke gesammelt. Auf dieser Plattform für Produktneuheiten habe sie Trends und Entwicklungen zu sehen bekommen. Es ging rund ums Kind - von Kinderwagen und Kindersitzen über Möbel und Spielwaren bis hin zu Mode für Babys und Kleinkinder. Und das sei für sie ja besonders wichtig, weil sie gerade eine Ausbildung zur Verkäuferin in einem Fachgeschäft in Celle begonnen hat, sagt die junge Frau. Schon vorher habe sie in dem Unternehmen ein Praktikum und einige Probetage gemacht: „Das hat mir alles gut gefallen“, schwärmt sie auch jetzt wieder von dem Arbeitsklima in dem kleinen Betrieb. Die Kolleginnen hätten sie auch bestärkt bei der Idee, sich als Miss Wathlingen zu bewerben: „Mach doch ruhig!“ Und Mama Petra und Papa Andreas haben auch nichts dagegen gehabt - eher im Gegenteil.

Der nötige Stups, doch den Mut zu zeigen und sich als Miss Wathlingen zu bewerben, kam aber von ihrem ehemaligen Schulleiter Fritz Sudmeier. Der habe sie angerufen und ermuntert.

Naja, und jetzt hat es ja auch geklappt: „Oh, cool“, kommentiert sie die knallrote Schärpe, die sie sich dann auch stolz über die Schulter hängt, bevor sie zum Samtgemeindebürgermeister geht.

Sie wohnt schon immer in Wathlingen und findet es recht angenehm: „Es lebt sich ganz gut hier - bis auf die Disco…“ Da fahre sie dann immer nach Westercelle, sagt die 17-Jährige. Sie freue sich aber schon darauf, wenn sie bald ihren Führerschein hat. Dann sei sie unabhängiger und bräuchte Mama nicht immer zu fragen und zu bitten. „Das geht im Herbst los“, sieht Tamara Wäsche ihren ersten Fahrstunden mit Spannung entgegen.

Die Freizeit ist jetzt durch die Berufsausbildung doch schon deutlich knapper geworden. „Wir sehen uns eigentlich nur am Wochenende“, bedauert Tamara, dass sie für ihren Freund Andre nicht mehr so viel Zeit hat, wie als Schülerin. Und die wenigen freien Momente, die ihr zwischen Ausbildung, Berufschule und Hausaufgaben bleiben, nutzt sie, um fern zu sehen: Pro Sieben sei ihr Lieblingssender. Oder sie nutzt die Zeit, um zu lesen. Die „Biss-Geschichten“ von Stephenie Meyer hat sie schon alle durch. Oder sie nutzt die Zeit wirklich für sich selbst, schminkt sich dezent und zieht feine Linien um ihre braungrünen Augen. „Eigentlich bin ich blond“, zurzeit sei sie aber braun mit blonden Strähnchen. Das würde sich demnächst wieder ändern - hin zu dem ungetönten blond der Natur: „Das reicht dann auch erstmal“.

Wie sie vielleicht ohnehin ein Faible für die Natur hat: Sie würde am Sonntag Grün wählen, weil sie gegen Atomstrom und die damit verbundenen Gefahren ist. Tamara ist 17 und geht am Sonntag nicht wählen.

Von Lothar H. Bluhm