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Wathlingen CDU nominiert Torsten Harms zum sechsten Mal
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Kommunalwahl in Wathlingen: Torsten Harms will Bürgermeister bleiben

18:09 10.05.2021
Von Christian Link
Quelle: Oliver Knoblich
Wathlingen

Mit einer Amtszeit von 25 Jahren zählt Torsten Harms zu den erfahrensten Rathauschefs im Landkreis Celle – und jetzt soll noch eine weitere Legislaturperiode dazugekommen. Der CDU-Ortsverband hat den amtierenden Gemeindebürgermeister von Wathlingen zu seinem Spitzenkandidaten für die Kommunalwahl im Herbst bestimmt. Bei einer digitalen Sitzung sprachen sich die Christdemokraten am Wochenende einstimmig dafür aus, dass Harms auch den nächsten Bürgermeister-Wahlkampf führen soll.

CDU-Chef Thunich rührt die Werbetrommel

„Wer glaubt, Torsten Harms gingen die Ideen aus und sein Engagement ließe nach, der kennt den Bürgermeister nicht“, sagt der Wathlinger CDU-Chef Martin Thunich und verweist auf die „lange Erfolgsgeschichte“ seines Parteigefährten: „Die Einkaufsmöglichkeiten in Wathlingen suchen in der Region ihresgleichen, das 4-Generationen-Konzept und der 4G-Park entwickelten sich zum kulturellen Zentrum nicht nur des Dorfes, die Kinderbetreuung stellt in Wathlingen kein Problem dar und die Oberschule bietet ein zukunftsfestes Bildungsangebot.“ Neue Baugebiete würden die 6150-Seele-Gemeinde zudem immer weiter vergrößern und modernisieren.

„Ich freue mich, dass die Nominierung total einmütig gewesen ist“, kommentiert Harms das Ergebnis und betont: „Wir sind eine Mannschaft, ein Team. Ich bin kein Einzeldarsteller.“ Obwohl er bereits zum sechsten Mal zum Bürgermeisterkandidaten nominiert wurde, sei das für ihn keine Selbstverständlichkeit. „Auch nach so einer langen Zeit bin ich immer noch ein bisschen aufgeregt“, sagt Harms. Bei der Beratung und der Wahl sei er auch nicht dabei gewesen, weshalb das Herzklopfen umso größer ausfiel.

Bei Direktwahl wäre Harms der Favorit

Bei der Kommunalwahl am 12. September 2021 geht Harms zumindest in puncto Wählergunst als Favorit ins Rennen. Vor fünf Jahren bekam der Jurist insgesamt 1.323 Direktstimmen und war der mit Abstand beliebteste Kandidat. Auf Platz 2 folgte Einzelbewerber Thore Twelkemeyer mit 520 Stimmen. Harms' damaliger Konkurrent um den Bürgermeisterposten Lars Reuter (SPD) kam mit 300 Stimmen auf Platz 3. Der Gemeindebürgermeister wird aber nicht direkt gewählt, sondern per Ratsmehrheit. Obwohl die CDU dort nur 8 von 19 Sitze hält, stimmten 2016 elf Ratsmitglieder für Harms' Wiederwahl. Für die kommende Kommunalwahl hat die SPD, die mit fünf Sitzen zweitstärkste Fraktion, noch keinen Gegenkandidaten aufgestellt.

Kalihalde bleibt größte Herausforderung

Die größte Herausforderung für den künftigen Wathlinger Bürgermeister steht für Harms jetzt schon fest: „Er muss das, was am Kaliberg läuft, im Interesse der Bürger gestalten und Kali+Salz in Schach halten.“ Streitpunkt ist die Abdeckung der Halde, die dem Bergbaukonzern K+S viel Geld in die Kasse spült, wenn er hier tonnenweise Bauschutt abladen kann. Über Jahre hinweg würden dafür aber jeden Tag dutzende Lkw durch die Gemeinde fahren, was von Anwohner äußerst kritisch gesehen wird.

Weitere Themen, mit denen Harms im Wahlkampf punkten will, sind: ein medizinisches Versorgungszentrum, altersgerechtes Wohnen, Betreuungs- und Pflegeangebote, Vereinsförderung, eine noch bessere Nahversorgung und die Einrichtung eines Gewerbeparks speziell für lokale Handwerksunternehmen. Zudem möchte er Wathlingen durch zusätzliche Wohngebiete weiterentwickeln.

Auch Kandidat für Grube-Nachfolge?

Noch offen ist, ob Harms sich auch um die Nachfolge des scheidenden Samtgemeindebürgermeisters Wolfgang Grube (SPD) bewerben wird. Bei der Direktwahl 2014, die Grube mit 80,1 Prozent klar gewann, hatte die CDU keinen eigenen Kandidaten aufgestellt. Vor der Nominierungsveranstaltung, die am heutigen Dienstagabend im 4-G-Park stattfindet, will sich die CDU aber noch nicht in die Karten schauen lassen. Auch Harms will vor dem Delegiertentreffen keinen Kommentar abgeben.

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