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Nienhagen Nienhagen und Eschede sagen Weihnachtsmärkte ab
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Nienhagen und Eschede sagen Weihnachtsmärkte wegen Coronazahlen ab

10:59 16.11.2021
Von Maren Schulze
Der Weihnachtsmarkt in Nienhagen fand zuletzt 2019 statt. 
Der Weihnachtsmarkt in Nienhagen fand zuletzt 2019 statt.  Quelle: Rene Stang (Archiv)
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Nienhagen

Nienhagen. „Mit Optimismus, viel Spaß und Ideen hatten wir uns auf den Weg gemacht, den Menschen hier einen ganz besonderen Weihnachtsmarkt zu präsentieren“, so Nienhagens Bürgermeister Jörg Makel. Optimismus, der nun verpufft ist. Jetzt sagt Makel den Markt, der neben dem großen Weihnachtsmarkt in Celle einer der wenigen überhaupt vorgesehenen Märkte im Landkreis war, ab. Die Gemeinde Eschede folgte auf dem Fuße: „Wir müssen Menschenansammlungen vermeiden, auch wenn uns dies insbesondere in der Vorweihnachtszeit sehr schwerfällt“, verdeutlicht Ortsbürgermeisterin Stephanie Bölke.

Jörg Makel: Bedingungen von 2G Plus geprüft

„2G war geplant. Nun kennen wir alle die Zahlen aus den letzten Tagen, und alle Wissenschaftler, die wir ernsthaft zitieren, raten uns dazu, nicht unbedingt nötige Kontakte zu meiden – vor allem aber auch auf Veranstaltungen zu verzichten, die eine große Anzahl von Menschen zur Teilnahme einladen. Unter diesem Gesichtspunkt haben wir dann nochmals die Machbarkeit eines Marktes alternativ unter Bedingungen 2G plus geprüft, also Zutritt nur für Menschen, die geimpft oder genesen und aktuell getestet sind. Wir haben das am Ende verworfen und werden nun – mit ganz großem Bedauern – den Weihnachtsmarkt in Nienhagen absagen“, so Jörg Makel. Auch in Eschede wäre eine Absperrung des Marktes mit Zugangskontrollen nicht darstellbar gewesen, so Bölke.

Bürgermeister wirbt für Coronaimpfung

Dem Team, das die Vorbereitung unter seinen Fittichen hatte, dankt Makel, findet vor allem zum Thema Impfungen aber deutliche Worte: „Wir befinden uns wieder in einer Situation, die vermutlich eine ganz andere gewesen wäre, wenn sich deutlich mehr als knapp 70 Prozent der erwachsenen Menschen in Deutschland zu einem vollständigen Impfschutz entschlossen hätten. Wir als Gesellschaft hatten es in der Hand gehabt, mit deutlich weniger Sorgen in diese Zeit zu gehen.“

Seinen Optimismus will Makel sich aber nicht nehmen lassen: „Wir haben jetzt quasi den nächsten Markt schon in der Schublade. Ostermarkt oder Frühlingsmarkt, vielleicht gelingt uns das im neuen Jahr.“

Freizeitvergnügungen sei das eine, die Lage auf den Intensivstationen aber das andere, meint der Bürgermeister: „Ich werbe sehr dafür: Wenn Sie es noch nicht getan haben, gehen Sie zur Corona-Schutzimpfung. Wir haben die Möglichkeit, uns gegenseitig zu schützen und den Kollaps auf den Intensivstationen zu vermeiden. Wenn Sie noch Bedenken vor einer Impfung haben, besprechen Sie dies mit ihrem behandelnden Arzt, sprechen Sie mit Menschen, die sich längst zur Impfung entschlossen haben, aber warten Sie nicht auf Langzeitstudien, denn dieses Warten wird den einen oder anderen oder Sie selbst die Gesundheit oder gar das Leben kosten und genau dieses Warten wird zunehmend das gesellschaftliche Miteinander beeinträchtigen und uns die Freiheit nehmen, das Leben so zu genießen, wie wir es möchten. Ein Weihnachtsmarkt, den ich voller Spaß und Freude ungezwungen besuchen kann, würde eigentlich auch dazugehören“, so Makels Appell an die Bürger.

Simon Ziegler 03.11.2021
Uwe Meier 02.11.2021
Christopher Menge 22.10.2021