Adelheidsdorf

Rat Adelheidsdorf entscheidet über Sanierung der Waldstraße

Im Streit um die Sanierung der Waldstraße in Adelheidsdorf stehen Entscheidungen an. Nach einer Bürgerversammlung in der vergangenen Woche will der Gemeinderat an diesem Donnerstag den Ausbau beschließen. Denkbar ist, dass zunächst der Bau des Gehwegs beschlossen wird und die Straße um das Jahr 2016 saniert wird.</p>

  • Von Simon Ziegler
  • 15. Juli 2014 | 16:55 Uhr
  • 13. Juni 2022
  • Von Simon Ziegler
  • 15. Juli 2014 | 16:55 Uhr
  • 13. Juni 2022
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Adelheidsdorf.

Die Gemeinde hat sich juristisch beraten lassen. Demnach sollen für den Ausbau drei Abschnitte gebildet werden. Was für Unmut sorgt, ist die Tatsache, dass die Bürger je nachdem wo sie wohnen, wahrscheinlich sehr unterschiedliche Beträge zahlen müssen.

Im südlichen Teil bis zur Schulstraße werden die Anlieger gar nicht zur Kasse gebeten, sagte Bürgermeisterin Susanne Führer. Grund ist, dass dort parallel zur Waldstraße eine kleine Straße verläuft, über die die Häuser erschlossen sind. Im zweiten Abschnitt bis kurz vor die Ahornstraße werden die Bürger für Straße und Gehweg 30 Prozent der Kosten tragen müssen. Dort greift die Straßenausbaubeitragssatzung, weil es sich um eine bereits hergestellte Straße handelt. Anders sieht es im letzten Abschnitt bis einschließlich des Neubaugebietes aus. Die Eigentümer der dortigen 16 Häuser müssen 90 Prozent der anfallenden Kosten zahlen. Hier kommt die Erschließungssatzung zum Zug, weil es um den Erstausbau der Straße geht.

„Die Abschnittsbildung muss so vorgenommen werden. Sonst machen wir uns strafbar“, sagte Führer. Sie verweist darauf, dass die Häuser durch die Straßensanierung auch eine Wertsteigerung erfahren.

Dagegen kritisierte Anwohnerin Hannelore Habicht das Vorgehen der Gemeinde. „Vom gesunden Menschenverstand her ist das überhaupt nicht nachvollziehbar“, sagte sie. Denn je nach Grundstücksgröße kann es einige tausend Euro Unterschied ausmachen, je nachdem auf welcher Höhe die Bürger wohnen. Die Anlieger selbst hatten in den vergangenen Monaten viel Druck gemacht und Einsicht in alte Akten verlangt, um zu klären, welche Satzung bei der Straße anzuwenden ist. Dass manche Bürger vermutlich deutlich mehr zahlen müssen als andere, „wollten wir nicht“, so Habicht. Ein Eigentümer soll wegen der erwarteten Kosten beschlossen haben, sein Grundstück zu verkaufen.

Die Ratssitzung beginnt am Donnerstag um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus.