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Lachendorf So gut geht es dem Fischotter bei Lachendorf
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So gut geht es dem Fischotter bei Lachendorf

18:20 15.01.2021
Von Oliver Gatz
Mittlerweile erholt sich die Population der Fischotter wieder. In der Lachte ist er ein immer noch seltener, aber regelmäßiger Gast.
Mittlerweile erholt sich die Population der Fischotter wieder. In der Lachte ist er ein immer noch seltener, aber regelmäßiger Gast. Quelle: Niedersächsische Landesforsten
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Lachendorf

Er besiedelt das Land genau so gut wie das Wasser – kein anderes Tier verbindet diese beiden Elemente so gut wie der Fischotter. In 2021 hat er es so zum Tier des Jahres geschafft. Der Fischotter liebt naturnahe und saubere Flussabschnitte.

Der Fischotter ist Tier des Jahres. Quelle: Niedersächsische Landesforsten

Im Bereich Lachendorf bei Celle auf den Flächen der Niedersächsischen Landesforsten hat der prominente Wassermarder einen solchen Lebensraum entlang der Lachte gefunden. Seit den 1990er Jahren zeigen Schutzbemühungen mehrerer Bundesländer Erfolge. Die Art breitet sich seither verstärkt aus dem Bereich der Elbe im Wendland Richtung Westen und Süden aus.

Fischotter zum zweiten Mal Tier des Jahres

Die Deutsche Wildtierstiftung ist dafür zuständig, das Säugetier des Jahres zu wählen. Dieses Jahr hat der Fischotter zum zweiten Mal nach 1999 diese Auszeichnung bekommen. Sie hat allerdings negative Beweggründe, denn trotz aller Schutzbemühungen ist der Otter noch immer stark bedroht. Die Lebensräume, die er besiedelt, sind rar. Verschmutzte Gewässer, begradigte Flussufer und fehlender Strukturreichtum sind nur einige Hindernisse, die der Ausbreitung des Fischotters im Wege stehen. Renaturierungsmaßnahmen und laufende Schutzprojekte stellen solche Lebensräume aber wieder her und helfen der Otterpopulation.

Wassermarder häufig Opfer des Verkehrs

„Neben der Seltenheit seiner Lebensräume wird der Fischotter auch häufig Opfer des Verkehrs, da er nicht gerne unter Brücken hindurchgeht, sondern lieber über die Straße wechselt", erklärt Kerstin Geier, Naturschutzförsterin des Forstamtes Fuhrberg. Auch an der Landstraße 282 wurde im Jahr 2016 ein Fischotter überfahren. "Mit der Genehmigung des Landkreises Celle wurde das Tier präpariert und soll zukünftig für waldpädagogische Zwecke eingesetzt werden“, so Geier.

Mit Gummistiefeln und Taschenlampe am Ufer der Lachte

„Unter einer Brücke markieren die Otter häufig ihr Revier. So findet man dort am ehesten die Spuren und die Hinterlassenschaften“, sagt Geier, die mit Gummistiefeln und einer Taschenlampe das sandige Ufer der Lachte absucht.

„Neben der Seltenheit seiner Lebensräume wird der Fischotter auch häufig Opfer des Verkehrs", erklärt Kerstin Geier, Naturschutzförsterin des Forstamtes Fuhrberg. Quelle: Niedersächsische Landesforsten

Ein Fischotterrevier kann sich etliche Kilometer an einem Fluss entlang ziehen. Auch weil er hauptsächlich nachtaktiv lebt, ist eine Sichtung sehr selten. Zudem ist der Fischotter eine seltene Tierart, die in der Vergangenheit aufgrund seines Fells gejagt wurde. Denn dieser ist, mit rund 50.000 Haaren pro Quadratzentimeter, sehr dicht und warm. Menschen hingegen haben durchschnittlich nur gut 200 Haare pro Quadratzentimeter auf dem Kopf.

In der Lachte bei Celle ein seltener aber regelmäßiger Gast

Mittlerweile erholt sich die Population der Fischotter wieder, sodass der Wassermarder in naturnahen und sauberen Gewässern wie in der Lachte bei Celle ein immer noch seltener aber regelmäßiger Gast ist. Der im Flussbett eingebaute Kies sorgt für unterschiedliche Wasserfließgeschwindigkeiten und Wassertiefen – natürliche Strukturelemente, die neben Kleinstlebewesen, Fischen, auch Flusskrebsen und Bachmuscheln helfen, sich wieder anzusiedeln. Diese dienen wiederum als Nahrungsgrundlage für den Fischotter.

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