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Lachendorf Kulturkreis Lachtetal setzt den Schlusspunkt
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Lachendorf Kulturkreis Lachtetal setzt den Schlusspunkt
12:53 13.06.2010
Einen Scheck über je 1021,36 Euro nahmen Vertreter des Vokalensembles, des Charlie-Film-Clubs, des DRK-Ortsvereins, des Gemischten Chors, des Feuerwehr-Musikzugs und der Kirchengemeinde Arche Noah entgegen. Im Hintergrund halten sich Hans-Buchbinder (links) als Vorsitzender des Kulturkreises Lachtetal und Samtgemeindebürgermeister Jörg Warncke.
Einen Scheck über je 1021,36 Euro nahmen Vertreter des Vokalensembles, des Charlie-Film-Clubs, des DRK-Ortsvereins, des Gemischten Chors, des Feuerwehr-Musikzugs und der Kirchengemeinde Arche Noah entgegen. Im Hintergrund halten sich Hans-Buchbinder (links) als Vorsitzender des Kulturkreises Lachtetal und Samtgemeindebürgermeister Jörg Warncke. Quelle: Joachim Gries
Lachendorf

Auch wenn es der Schlusspunkt für den Kulturkreis Lachtetal war, sah der Vorsitzende darin nicht nur einen traurigen Anlass: „Fröhlich zu geben ist auch etwas Schönes“; sagte Hans Buchbinder. Denn das Restvermögen des Vereins verteilte die Samtgemeinde Lachendorf an sechs Vereine und Gruppen, die dem Kulturkreis immer sehr nahe standen.

„1989 gab es eine Schwemme von Kulturvereinen im Landkreis Celle“, sagte Buchbinder in seinem kurzen Rückblick. Neben dem Kulturkreis Lachtetal gab es damals die noch junge Randlage Eschede, die sich ebenfalls vergangenes Jahr auflöste, sowie den inzwischen ebenfalls nicht mehr existierenden Kulturkreis Wathlingen. Im April vergangenen Jahre beschloss der Lachendorfer Verein seine Auflösung. Mit 145 Mitgliedern lag er da nur knapp unter der Spitzenzeit, als 152 Mitglieder den Verein trugen. Es habe am Nachwuchs gefehlt, der die Arbeit hätte weitertragen können, sagte Buchbinder.

Er stand die gesamten 20 Jahre an der Spitze des Vereins. Neben ihm waren zwei Jahrzehnte Kassierer Albert Friedrich, Schriftführer Elgar Drewsen und der stellvertretende Kassierer Jörn Deecke dabei. Viele Jahre im Amt waren Dorothea Deecke als stellvertretende Vorsitzende, der so genannte Außenminister Hans Dietrich, der den Kontakt nach Ahnsbeck hielt, Helga Merkel und Renate Paasch für Druckvorlagen und Plakate sowie Klaus Wagner.

In den 20 Jahren gastierten auf Einladung des Kulturkreises Lachtetal Inge Meysel und Uwe Friedrichsen in Lachendorf, das Schlosstheater Celle war mit Aufführungen zu sehen. Es gab Kleintheater und Kabarett, Konzerte aus allen Bereichen, ein Popfestival, Katja Ebstein, die Don Kosaken-Chöre oder die Glory Gospel Singers sangen. Dazu wurden Gemälde-, Skulpturen und Fotoausstellungen ausgerichtet, es wurden Diavorträge gehalten, bei einer Ostereierausstellung wurde sogar ein Saurierei präsentiert. Alles in allem waren es rund 200 Veranstaltungen.

Der Verein unternahm regelmäßige Opernfahrten und besuchte Ausstellungen. Und legte 1996 mit 1000 D-Mark den Grundstock für eine Sammlung für ein Klavier für den Olen Drallen Hoff, das allen Lachendorfer Vereinen zur Verfügung steht.

„Das letzte Jahr war ein sehr gutes Jahr“, gab Buchbinder offen zu. Denn als sich der Verein auflöste, waren über 6000 Euro in der Kasse. Gemäß Satzung fiel das Geld der Samtgemeinde zu, doch letztlich setzte sich der Verein in einem längeren Abstimmungsprozess mit den politischen Gremien durch und erreichte, dass das Geld zu gleichen Teilen sechs Vereinen und Gruppen zufließt, mit den der Kulturkreis immer gut zusammenarbeitete. Einen Scheck über 1021,36 Euro nahmen Vertreter der des Vokalensembles Lachendorf, des Charlie-Film-Teams, des Deutschen Roten Kreuzes, des Gemischten Chors Lachendorf, des Feuerwehrmusikzugs Lachendorf und der Kirchengemeinde Arche Noah entgegen.

In seinen Dank nahm Buchbinder die Träger der Veranstaltungsorte auf, bei denen der Kulturkreis zu Gast war, zudem die drei Vorverkaufsstellen in Lachendorf, Eldingen und Hohne, die den Kartenverkauf unentgeltlich vornahmen. Und er dankte besonders den Ehepartnern der Aktiven im Verein für ihr Verständnis.

Von Joachim Gries