Ladestationen

So "grün" wird künftig Lachendorfer Ortsmitte

Die Gemeinde Lachendorf befasst sich intensiv mit der Energiewende. Nicht alles gestaltet sich so einfach, an anderer Stelle geht es dafür schneller voran.

  • Von Carsten Richter
  • 18. Mai 2022 | 12:00 Uhr
  • 14. Juni 2022
  • Von Carsten Richter
  • 18. Mai 2022 | 12:00 Uhr
  • 14. Juni 2022
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Lachendorf.

So viel ist klar: Am fehlenden Willen liegt es nicht. Mit der Themenliste, mit der sich der Ausschuss für Umwelt, Bauwesen, Dorfentwicklung und Klimaschutz der Gemeinde Lachendorf am Montagnachmittag befasste, holten Politik und Verwaltung zu einem Rundumschlag in Sachen Nachhaltigkeit aus – das reicht von der Planung von Baugebieten bis zur Installation von Ladesäulen. Nicht immer aber ist die Umsetzung so einfach.

Elektro-Ladestationen: "Die Kabel liegen schon bereit"

Immerhin: Bei der Lade-Infrastruktur für Elektromobilität werden in nächster Zeit am ehesten Fortschritte festzustellen sein. Die Mehrheitsgruppe aus CDU/SPD/FDP hat dazu die Erstellung eines Konzepts beantragt, was sich allerdings zwischenzeitlich erledigt hat. "Die Kabel liegen schon bereit", sagt Gemeindedirektorin Britta Suderburg auf CZ-Anfrage. Der Lachendorfer Ortskern mit dem fast fertig umgestalteten Olen Drallen Hoff (ODH) und dem sich noch im Umbau befindlichen Südfeld wird mit Ladestationen ausgestattet. Am ODH werden dann nicht nur Besitzer von Elektro-Autos Strom tanken können. Auch wer sein E-Bike oder einfach nur sein Handy aufladen will, wird dazu Gelegenheit haben. Zudem wird es am neuen Bauhof im Gewerbegebiet sowie später am neuen Rathaus Lademöglichkeiten geben – "an strategisch günstigen Stellen", fasst Suderburg zusammen.

Privaten Strombedarf über Photovoltaik decken

Die Ratsmehrheit wollte ebenfalls erreichen, dass in künftigen Neubaugebieten die Versorgung mit Energie für den häuslichen Strombedarf über Photovoltaikanlagen sichergestellt werde. Dies solle in Bebauungsplänen geregelt werden. "Über die Bauleitplanung ist das noch nicht möglich", so Suderburg. In Kaufverträgen könne diese Passage aber aufgenommen werden. Der Antrag wurde zurückgezogen.

Keine fossilen Brennstoffe mehr in Lachendorf

Im Umkehrschluss hat der Ausschuss einstimmig empfohlen, in Bebauungsplänen festzulegen, fossile Brennstoffe für die Energieversorgung in Neubaugebieten nicht mehr zu verwenden. Erdgas, Erdöl, Torf, Braun- und Steinkohle sowie Briketts dürfen also nicht eingesetzt werden.