Papier-Produktion

Drewsen plant Zukunft ohne Briefumschläge

Drewsen Spezialpapiere aus Lachendorf produziert ab Juli keine Briefumschläge mehr. Man wolle sich künftig "verstärkt am Kunden orientieren", heißt es dazu.

  • Von Marius Klingemann
  • 14. Juni 2022 | 10:42 Uhr
  • 15. Juni 2022
Wohin führt der Weg künftig? Briefumschläge gehören bei Drewsen in Lachendorf bald nicht mehr dazu.
  • Von Marius Klingemann
  • 14. Juni 2022 | 10:42 Uhr
  • 15. Juni 2022
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Lachendorf.

Drewsen Spezialpapiere stellt zu Anfang Juli die Produktion von Briefumschlägen ein. Wie das Lachendorfer Unternehmen bekannt gab, sei dies "der nächste logische Schritt, den Fokus noch stärker auf nachhaltige, zukunftsorientierte Papierlösungen zu legen". Sprecherin Sarah Gebhardt nennt auf CZ-Nachfrage den "starken Wettbewerb und Preisdruck durch Global Player" und zudem "eine rückläufige Nachfrage" auf dem betroffenen Gebiet als Gründe für den Schritt.

Keine Briefumschläge mehr: Drewsen will "Kapazitäten schaffen"

Als Mittelständler wolle sich Drewsen mit seinem Angebot nun verstärkt am Kunden direkt orientieren, heißt es weiter. Briefumschlag-Papier, konkret geht es hier um die Sorte "Procuverto", habe 2021 nur noch rund 2,5 Prozent der Produktionsmenge ausgemacht. "Durch den Ausstieg aus diesem Bereich können wir zusätzliche Kapazitäten schaffen", sagt Gebhardt – etwa für das "neue Standbein" Papier-Trinkhalme .

Für die "Procuverto"-Umschläge habe man europaweit zuletzt noch 15 Abnehmer gehabt: "Diese haben natürlich enttäuscht auf unsere Entscheidung reagiert, aber gleichzeitig Verständnis, da der Markt seit Jahren rückläufig ist."

Lachendorf: Drewsen hebt Lieferpreise ab Juli an

Drewsen hat kürzlich bereits angekündigt, die Lieferpreise ab Juli generell anzuheben – begrenzt zunächst auf einen Zeitraum von drei Monaten. Dies sei „als Weitergabe der stark gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten“ notwendig, erklärte Geschäftsführer Matthias Rauhut dazu.