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Hohne Hohne investiert 2016 in Straßen
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Hohne Hohne investiert 2016 in Straßen
20:05 08.12.2015
Helmerkamp

Mit 478.000 Euro schlägt der Ausbau der Straße „An den Buchen“ in Helmerkamp im Haushalt 2016 der Gemeinde Hohne zu Buche und ist damit der größte Einzelposten bei den Investitionen. Über die Planung müsse man noch einmal sprechen, sagt Gemeindedirektor Jörg Warncke mit Blick auf die Höhe der Kosten. Sechs Grundstücke stehen dort zum Verkauf, bei drei Grundstücken muss der Abwasserkanal wegen des notwendigen Gefälles von der Hauptstraße her verlegt werden. „Recht aufwendig“, so Warncke. Auch der Abwasserverband Matheide sei an den Sanierungskosten beteiligt.

Nachdem bereits der erste Abschnitt erneuert wurde, ist geplant, die Dea-Straße 2016 von der Straße "Am Schwimmbad" bis zum Ende der Bebauung zu sanieren. 267.000 Euro sind veranschlagt, der Beschluss zum Ausbau muss aber noch gefasst werden. Der Ausbau des Wirtschaftswegs nach Ahnsbeck für geschätzte 195.000 Euro wird nur verwirklicht, wenn es Zuschüsse gibt.

Die Neugestaltung des Grillplatzes und die Erweiterung der Spiel- und Sportstätte am Dorfgemeinschaftshaus Spechtshorn, für die der Rat zuvor mit gesonderter Abstimmung die Kofinanzierung zusagte, ist im Haushalt mit 78.000 Euro veranschagt, der Gemeindeanteil liegt bei 36.500 Euro.

Nicht ausgleichen kann Hohne seinen Ergebnishaushalt. Hier klafft ein Loch von 132.200 Euro, auch die Folgejahre weisen Fehlbeträge auf. Im Haushaltssicherungskonzept stellte Kämmerer Eike Hebecker dar, dass 2016 von Steuereinnahmen und Umlagen ganze 8,43 Prozent bei der Gemeinde verbleiben, 2015 waren es nur 6,46 Prozent. Die Steigerung ist auf die Erhöhung der Steuerhebesätze in diesem Jahr zurückzuführen. Einsparmöglichkeiten sieht Hebecker nicht. Die freiwilligen Leistungen unterschreiten den als angemessen geltenden Anteil in Höhe von drei Prozent an den ordentlichen Aufwendungen deutlich. Hier könnten gut 41.600 Euro ausgegeben werden, tatsächlich leistet sich Hohne nur 28.800 Euro. Wollte Hohne den Haushaltsausgleich aus eigener Kraft schaffen, müssten Grundsteuern und Gewerbesteuer um je 135 Prozent steigen.

In nichtöffentlicher Sitzung beschloss der Hohner Rat einstimmig eine Lösung für das Haus Hohne. Es werde in den kommenden Monaten in der bisherigen Nutzung fortgeführt und stehe mit der Gastronomie der Öffentlichkeit zur Verfügung, sagte Bürgermeister Erhard Thölke. Voraussetzung sei die Auflösung des bestehenden Kaufvertrags. Intensiv solle nach einem neuen Besitzer gesucht werden - finde sich der nicht, werde die Gemeinde das Haus kaufen. Thölke sagte, er sei froh und glücklich und sprach von einer Lösung, die für alle akzeptabel sei.

Von Joachim Gries