Fernsehshow

"Bauer sucht Frau": Christina hilft Christian

Ein "Naturtalent" nennt Landwirt Christian H. aus Hohne seine auserwählte Christina. Bei "Bauer sucht Frau" musste sie ihr Geschick beweisen.

  • Von Carsten Richter
  • 29. Okt. 2019 | 20:00 Uhr
  • 14. Juni 2022
  • Von Carsten Richter
  • 29. Okt. 2019 | 20:00 Uhr
  • 14. Juni 2022
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Hohne.

Es ist mal wieder angerichtet. Das "Menü" für die Fans – Currywurst mit Pommes – steht schon auf den Tischen. Bier oder andere kühle Getränke werden auch schon serviert. Erst versammelt sich nur gut ein Dutzend Anhänger im Saal des Gasthauses "Anno 1901" in Hohne – wie in der Vorwoche fand dort ein Public Viewing statt. Mit Beginn der aktuellen Folge der RTL-Sendung "Bauer sucht Frau" am Montag um 20.15 Uhr haben sich dann aber doch wieder rund 30 Freunde und Bekannte eingefunden. Dann betritt er die Gaststätte: Landwirt Christian, Hohner Kandidat der neuen Fernsehstaffel.

Kandidat hat sich an Fernsehrolle gewöhnt

"So, gute Nacht, ich gehe wieder", sagt der 33-Jährige der Celleschen Zeitung im Scherz und lacht. Er ahnt, was ihn diesmal erwartet. "Ich kann es mir denken. Heute wird es ein bisschen doof", sagt der Ackerbauer. Doch Christian H. nimmt es gewohnt locker, hat sich an seine Fernsehrolle längst gewöhnt.

Christian braucht morgens nur Kaffee

Tatsächlich müssen der "Star" und seine Fans nicht lange warten: Christian ist diesmal schon als zweiter Landwirt zu sehen. Morgens nach dem Aufstehen, mit T-Shirt und in Unterhose – die Lacher sind ihm sicher. Die 30-jährige Christina aus Schwaben , die der Kandidat zur Hofwoche nach Hohne eingeladen hat, verzichtet nur ungerne auf ein Frühstück. Christian, der mit seiner Mutter in einem Haus lebt, trinkt sonst morgens nur einen Kaffee – sein Kühlschrank im Obergeschoss ist leer. "Das hat praktische Gründe", erläutert Christian H. der CZ während der Werbepause – er nutzt mit seiner Mutter gemeinsam den Kühlschrank im Erdgeschoss.

Belegte Brötchen bei "Ela's Lädchen"

Bei "Ela's Lädchen" in Ahnsbeck, betrieben von Christians bester Freundin Manuela Kahl, gibt es zum Glück Abhilfe in Form von belegten Brötchen. "Ich bin anpassungsfähig", sagt Christian. Frisch gestärkt geht's daraufhin zusammen zum Heumachen. Beim Einrichten des Mahlwerks am Trecker hilft Christina bereitwillig mit. "Ein Naturtalent", wie ihr der junge Landwirt bescheinigt. Auch das Treckerfahren meistert die medizinische Fachangestellte (fast) problemlos – ein Laternenpfahl hat das kurze Touchieren schadlos überstanden. "So etwas habe ich noch nie gemacht. Ich möchte ihm schon zeigen, dass ich es kann, und er war dann auch ein bissl stolz", erzählt Christina.

Fans nehmen Entfernung auf sich

Apropos stolz: Das waren auch zwei Fans, die eine rund 30 Kilometer lange Anfahrt auf sich genommen haben. "Wir haben von dem Public Viewing gehört und wollten Christian mal live erleben. Wir finden ihn cool, ein toller Typ", sagt das Paar, das aber nicht mit Namen genannt werden möchte. Christian H. ist verblüfft über die große Fangemeinde. In seiner sympathisch bodenständigen und lockeren Art ist er gleich spontan zu einem Erinnerungsfoto bereit.

Spannung bis zum Schluss bei Public Viewing

Am Schluss wird es dann noch einmal spannend. Der rund 13 Minuten lange Fernsehbeitrag von RTL-Bauernreporter Ralf Herrmann, der beim letzten Mal wegen technischer Probleme nicht zu sehen war, wurde von "Anno"-Wirt Paschalis Armen auf die Leinwand übertragen. Und der Journalist plaudert aus dem Nähkästchen. Wie verknallt Christian in Christina sei. Dass seine Mama Christa "eine tolle Schwiegermutter" wäre. Und dass Gardinen aufhängen gelernt sein will.

Nicht alle haben Verständnis für Teilnahme

Nicht nur Christian, sondern auch seine Mutter Christa wird im Ort immer häufiger auf die Sendung angesprochen. "Bauer sucht Frau" ist nach wie vor erfolgreich, die 14. Staffel im vergangenen Jahr haben durchschnittlich 5,44 Millionen Zuschauer verfolgt. Das entspricht einem Marktanteil von 17,5 Prozent. Dennoch stößt Christians Teilnahme an dem Fernsehformat nicht überall auf Verständnis, das merkt auch seine Mutter, eine hauptberufliche Lehrerin. "Das muss man aushalten", sagt sie.