Bauer sucht Frau

Christina, i hol di mit der Resi ab

Freunde und Kollegen des derzeit bekanntesten Landwirts im Kreis Celle haben sich versammelt, um Christians Auftritt bei „Bauer sucht Frau“ zu sehen.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 22. Okt. 2019 | 16:34 Uhr
  • 14. Juni 2022
  • Von Cellesche Zeitung
  • 22. Okt. 2019 | 16:34 Uhr
  • 14. Juni 2022
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Hohne.

Ackerbauer Christian (33) holt seine Christina (30) gemeinsam mit seiner Lieblingskuh Resi vom Bahnhof Eschede ab. Darauf haben die Zuschauer gewartet, die sich zum Public Viewing der RTL-Sendung „Bauer sucht Frau“ in der Hohner Gaststätte „Anno 1901“ versammelt haben. Mittendrin Christian, der trotz des Millionenpublikums an den bundesweiten Bildschirmen kein bisschen nervös zu sein scheint. „Ich habe die Sendung schon in der Mediathek bei TVnow gesehen“, sagt er. „Gespannt bin ich eher auf das nachfolgende ,Extra‘-Magazin.“ Da wird RTL-Bauernreporter Ralf Herrmann zu sehen sein, der Christian zu Hause in Hohne besucht hatte. „Das habe ich noch nicht gesehen, und da waren ein paar eher peinliche Momente dabei.“

Public Viewing als „Freundschaftsdienst“

Auch die vielen Freunde, Kollegen und Bekannten des frauensuchenden Bauern, viele davon aus Ahnsbeck, sind gespannt auf den unterhaltsamen Fernsehabend in gemütlicher Gemeinschaft. Vor einer Woche waren rund 50 Menschen zusammengekommen, jetzt sind es gut 40. „Schwer, die Leute am Montagabend dazu zu bringen, noch mal vom Sofa aufzustehen“, sagt „Anno“-Wirt Paschalis Armen. Public-Viewing-Versuche bei der Fußball-WM hatten daher nicht den erhofften Zuspruch, doch der derzeit wohl bekannteste Landwirt des Kreises Celle bringt die Menschen im Saal des Gasthauses zusammen. Der Wirt ist zufrieden mit dem Umsatz, sieht den „Freundschaftsdienst“ für Christian als „Win-win-Situation“.

Auf der Leinwand strahlt Christina, als sie ihren Christian samt Kuh entdeckt: „Ist das süß“, sagt die medizinische Fachangestellte aus Schwaben. Und auch Resi scheint die junge Frau an der Seite ihres Bauern zu mögen – sie schubst Christian (zur großen Gaudi des Hohner Publikums) näher an Christina heran.

Eine Woche vom Kamerateam begleitet

„Mit Christina, das passt“, freut sich der Ackerbauer im Fernsehbeitrag. Nach dem Kennenlernen ist auch Christians Mutter, Hohnes Bürgermeisterin Christa Harms, von der Wahl ihres Sohnes begeistert: „Ich habe das Gefühl, als wenn wir uns schon lange kennen.“

Eine Woche lang hatte Christina im Haus gelebt, von früh bis spät begleitet von einem Kamerateam – eine intensive, durchaus auch anstrengende Zeit. „Man hat sich dabei auch mit sich selbst auseinandergesetzt“, erinnert sich Mutter Christa, „diese Geschichte hat uns zusammengeschweißt.“

"Gut, dass die Kameras wieder weg sind"

„Anfangs habe ich gar nicht gewusst, wie anstrengend das ist“, sagt rückblickend auch Manuela Kahl, Besitzerin des Kiosks „Ela’s Lädchen” in Ahnsbeck und die Lebensgefährtin von Christians Chef. Sie hat das umgesetzt, was der übrige Freundeskreis nur „angedroht“ hatte – und ihn für die Fernsehsendung angemeldet. „Es hat eine Menge Spaß gemacht – aber jetzt ist es auch gut, dass die Kameras wieder weg sind.“

Das von ihm gespannt erwartete „Extra“-Magazin konnte Christian im „Anno 1901“ übrigens nicht sehen: „Die Mutter von Bauer Christian packt aus“ wurde die Sendung reißerisch angekündigt – doch plötzlich gab es technische Probleme, Ton und Bild setzten aus. Das Versäumte wird jetzt beim Public Viewing in der nächsten Woche zu sehen sein.

Von Klaus M. Frieling

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