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Ahnsbeck Ahnsbeck zieht Reparatur teurer Sanierung vor
Celler Land Samtgemeinde Lachendorf Ahnsbeck Ahnsbeck zieht Reparatur teurer Sanierung vor
16:41 25.06.2010
Ahnsbeck

266300 Euro brutto für die Sanierung eines Wirtschaftswegs zwischen dem Ende der Kötnerstraße in Ahnsbeck und dem Rand von Lachendorf, fast 100 Euro pro laufender Meter. Den Mitgliedern des Rates der Gemeinde Ahnsbeck war das zu viel. Trotz einer Förderung von 63 Prozent der Nettokosten aus dem ZILE-Topf (Zuwendungen zur integrierten ländlichen Entwicklung) sowie aus Leader-Mitteln hätte der Gemeindeanteil noch rund 24600 Euro betragen. Auf die Anlieger wären die übrigen 75 Prozent in Höhe von fast 74000 Euro zugekommen. Einstimmig wurde der Tagesordnungspunkt zurückgestellt.

Stattdessen sollen jetzt die Kosten für eine „vernünftige Reparatur“ der Teerdecke vom Ende der Kötnerstraße bis Höhe „Lüsmanns Busch“ ermittelt werden. „Wir müssen was tun an unseren Straßen“, hatte Henning Heuer (CDU) seinen Antrag begründet. Seine Auffassung: Wenn nicht regelmäßig und rechtzeitig repariert wird, läuft es überall auf eine teure Sanierung hinaus.

Sind die Kosten für die Reparatur ermittelt, soll mit den Anliegern über eine Beteiligung gesprochen worden. So wurde es einstimmig beschlossen. Dass nur eine Teilstrecke repariert wird, hat aus Sicht der Ratsmitglieder zudem den Vorteil, dass sich die Strecke nicht zum beliebten Schleichweg zwischen Ahnsbeck und Wiesenstraße sowie Alter Postweg in Lachendorf entwickelt. Ein Stück schlechter Wegstrecke soll abschrecken.

Angepackt werden soll auf jeden Fall die Reparatur eines Durchlasses im Zuge der Kötnerstraße. Nach dem letzten stärkeren Regen waren Teile von Ahnsbeck überflutet worden, weil das Wasser nicht mehr richtig ablaufen konnte. Dem Rat lagen Fotos vor, wie es im Ort ausgesehen hatte. Auf Antrag von Heuer, der eine Überprüfung aller Straßen- und Wegedurchlässe gefordert hatte, beschloss der Rat einstimmig, als erstes die Kostenermittlung für den Durchlass Kötnerstraße durchzuführen.

Am anderen Ende von Ahnsbeck soll eine andere Sanierungstechnik zur Anwendung kommen. In Verlängerung des Rhienendes sollen zwischen der Biogasanlage und der Kreisstraße Kartoffelsteine eingebaut und so eine Belastbarkeit des Weges erreicht werden. 14800 Euro sollen die Arbeiten kosten, bei denen der Untergrund aufgefräst, gebrochene Kartoffelsteine eingearbeitet, alles verdichtet und profiliert wird. Die Corn Tec als Betreiberin hat eine Beteiligung von 3500 Euro zugesagt. Für die Gemeinde bliebe ein Anteil von gut 11000 Euro. „Die Mittel stehen im Haushalt“, sagte Ahnsbecks Bürgermeister Ulrich Kaiser. Er sieht in der Variante ein Beispiel, auch andere Wege kostengünstig zu reparieren. So zu verfahren fand die Zustimmung aller Mitglieder des Rates.

Von Joachim Gries