Offene Pforte

Blütenpracht statt Pferdekoppel

Traumhafter Sonnenschein: Viele Besucher konnten Sarah und Nils Bloore in ihrem Garten im Rahmen der Offenen Pforte begrüßen.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 18. Aug 2020 | 11:45 Uhr
  • 12. Jun 2022
  • Von Cellesche Zeitung
  • 18. Aug 2020 | 11:45 Uhr
  • 12. Jun 2022
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Gockenholz.

Angstvoller Blick auf die Wetterkarte: Gewitter, Regen. Nein, das genaue Gegenteil war am Samstag in Gockenholz der Fall. Traumhafter Sonnenschein, gut gelaunte Gartenbesitzer, die ihren erst 2019 entstandenen Garten den Besuchern im Rahmen der Offenen Pforte präsentierten.

Und als hätten die Besucher sich abgesprochen: Es war wie ein Räderwerk – wenn zwei Besucher das Grundstück verließen, standen die nächsten zwei Gäste schon „auf der Matte“, sodass die Besitzer Sarah und Nils Bloore jeden persönlich, natürlich in gebührendem Abstand, willkommen hießen. Doch kaum ein Besucher konnte glauben, dass der Garten gewissermaßen erst ein Jahr alt ist. Die ehemalige Pferdekoppel mit schwerem lehmigen Boden wurde 2017 in ein Baugrundstück verwandelt. Das Haus musste aufgrund seiner besonderen quaderförmigen Bauweise tiefergesetzt werden, sodass jede Menge zusätzlicher Boden anfiel. Und auch der im letzten Jahr entstandene Teich brachte weiteren Aushub hinzu. Alles wurde auf dem Grundstück verteilt, einzelne Trittsteine verlegt, um die verschiedenen Ebenen erreichen zu können. Ein großer Hügel am Rande des Grundstücks wartet noch auf Verschönerung, aber, so Sarah Bloore: „Nächstes Jahr ist der Hügel fertig!“ Und das glaubt man auch ohne Weiteres.

Die ehemaligen Balkon-Besitzer haben in sehr kurzer Zeit ein wahres Blühparadies erschaffen und da kommt wieder Sarah Bloore in Spiel: „Mein Auto hat nur noch eine umgeklappte Rückbank, um schnell etwas einladen zu können. Im Internet werden jede Menge Pflanzen zum Abholen angeboten.“ Und so bekommen Rhododendron oder auch Bambus ein neues Plätzchen in Gockenholz, anstatt „entsorgt“ zu werden. Und die beiden Gartenbesitzer scheuen auch keine andere schwere Arbeit, mit zahlreichen Feldsteinen wurde der Bachlauf kreiert, einen Tag vor der Offenen Pforte noch eben der Gartenweg verlegt.

Rund um das Haus sind Betonhänge gebaut worden, um bei der abschüssigen Straße und eventuell starken Regenfällen ein Feuchtwerden des Hauses zu verhindern. Praktisch, denn diese Betonhänge lassen sich im Stehen bepflanzen und dienen somit als Hochbeete.

Direkt am Haus darf natürlich auch ein kleiner Gemüsegarten nicht fehlen, Spalierobst und eine Quitte mitten in den blühenden Stauden vervollständigen den Wunsch nach eigenem Obst und Gemüse. Zurzeit blühen viele Lilien, aber, so die Gartenbesitzerin: „Eigentlich hätten wir schon im Frühling Besucher einladen sollen, wenn die Gladiolen blühen.“ Da spricht nichts dagegen!

Sie hat sich noch zusätzlich die Mühe gemacht, kleine Ableger ihrer Pflanzen einzutopfen, mit Namensschildern zu versehen und gegen eine selbst gewählte Spende an die Besucher abzugeben. Und, so Sarah Bloore: „Das Geld aus dem Sparschweinchen wird garantiert in den Garten investiert!“ Das glaubte man sofort.

Von Kirsten Pröve-May

Staudengarten mit Teich

Naturgarten, Nutzgarten

ca. 1000 m, Hanglage

angelegt in 2019

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