Morgens halb zehn

Stein auf Stein zum Eigenheim

Fenster, Türen und Elektrik einbauen: Im Bockelskamper Neubaugebiet wird fleißig gearbeitet. Darum wollen die Menschen dorthin ziehen.

  • Von Svenja Inken Gajek
  • 29. Juli 2021 | 09:30 Uhr
  • 12. Juni 2022
  • Von Svenja Inken Gajek
  • 29. Juli 2021 | 09:30 Uhr
  • 12. Juni 2022
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Bockelskamp.

Man muss aufpassen, dass man nicht stolpert: Die Straßen sind noch unbefestigt und schwere Fahrzeuge haben hier und da Löcher im Boden hinterlassen. Ein einsamer Storch kreist über dem Neubaugebiet in Bockelskamp. Von dort oben hat er bestimmt einen guten Blick auf die vielen neuen Häuser, die in den vergangenen Monaten hier errichtet wurden.

Schwere körperliche Arbeit

Ein junger Tischler baut zusammen mit seinen Kollegen in einem der Gebäude Fenster und Türen ein. "Ich teste gerade, ob die Spaltmaße an der Haustür passen", erklärt Nils Holger Ahrens. Er arbeitet schon seit 13 Jahren in diesem Beruf. "Mein Vater war auch Tischler. Ich kenne das Handwerk von klein auf. Es macht Spaß, ist aber körperlich anstrengend. Man kann sich schnell verletzen. Ich habe zum Beispiel gerade ein dickes Knie, weil ich bei der Arbeit falsch aufgetreten bin." Ein paar Häuser weiter kümmert sich Ingo Bruhn um alles, was mit Strom zusammenhängt. "Wir bauen hier das Netzwerk auf, bringen Schalter und Steckdosen an und richten die Fernsehanlage ein", sagt der Elektrikergeselle. "Alltagsgeschäft eben. Trotzdem passiert es manchmal, dass man einen Schlag abkriegt. Berufsrisiko."

Haus nach eigenen Wünschen gestalten

Gisela David kommt gerade mit ihrem Hund Sam von einem Spaziergang zurück. Seit April wohnen sie und ihr Mann in ihrem neuen Eigenheim. "Wir sind von Oppershausen hierher gezogen", erzählt sie. "Wir hatten eine Wohnung, wollten aber mehr Freiheiten. Das meiste haben wir selbst gestaltet. Besonders stolz sind wir auf die Einteilung." David konnte bereits einige Kontakte in der neuen Umgebung knüpfen: "Uns gefällt es hier sehr gut, wir wollen nicht wieder weg. Es fehlt ein Bäcker in der Nähe. Aber das macht nichts, wir sind ja mobil."

Auf gute Nachbarschaft

Dass man in Bockelskamp schnell in die Dorfgemeinschaft aufgenommen wird, hat auch Daniel Franz erfahren. "Mit einigen zukünftigen Nachbarn habe ich mich schon unterhalten. Klingt alles sehr vielversprechend", freut sich der Noch-Gifhorner. "Einige jüngere Paare sind dabei. Es wäre toll, wenn unsere Kinder dann irgendwann mit den Nachbarskindern spielen könnten." Franz hat sich wegen der Lage und des Preises für Bockelskamp entschieden: "Ich komme ursprünglich aus Hannover. Da sind noch Familienmitglieder und Freunde." Das neue Haus ist fast fertig, nur innen muss noch einiges getan werden. Draußen verlegen Handwerker die Abwasserrohre und verteilen die Erde. Aus finanziellen Gründen soll der Garten erst einmal sehr einfach gestaltet werden. "Andere Sachen haben jetzt Priorität", meint Franz.