Kommunalwahl

Wer folgt auf Helfried H. Pohndorf?

Wer sitzt ab November auf dem Chefsessel im Rathaus? Die Bürger der Samtgemeinde Flotwedel haben die Wahl. Wir stellen beide Kandidaten vor.

  • Von Carsten Richter
  • 15. Aug 2021 | 19:00 Uhr
  • 12. Jun 2022
  • Von Carsten Richter
  • 15. Aug 2021 | 19:00 Uhr
  • 12. Jun 2022
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Wienhausen.

Wer neuer Bürgermeister der Samtgemeinde Flotwedel wird, entscheidet sich definitiv am Abend des 12. September. Die Bürger haben die Wahl zwischen zwei Einzelbewerbern. Der eine wird von der CDU unterstützt, die andere von der SPD. Die eine wohnt in Wienhausen, der andere stammt aus Eicklingen. Sie setzt auf zukunftsorientiertes Denken, er überzeugt mit jahrzehntelanger Verwaltungserfahrung. Die Wahl, wer in die Fußstapfen des langjährigen Verwaltungschefs Helfried H. Pohndorf tritt, wird an der Person festgemacht. Frank Böse und Nina Schoeneck verfolgen dieselben Ziele (siehe Umfrage unten) und wollen aus derselben Motivation heraus das höchste Amt im Rathaus anstreben.

Überraschungskandidatin Nina Schoeneck will's wissen

Lange hatte sich niemand aus der Deckung gewagt. Im April dann hat Nina Schoeneck den ersten Schritt gemacht. Die 46-Jährige ist eine absolute Überraschungskandidatin, die Lehrerin hatte wohl kaum jemand auf dem Zettel.

Sie präsentiert sich als Pragmatikerin, die anpacken will. Modern, kreativ, begeisterungsfähig. Auch wenn ihr die Verwaltungserfahrung fehlt, so stehen die Chancen nicht schlecht, dass sie die erste Frau an der Spitze des Rathauses wird.

Verwaltungsmann Frank Böse hat jahrzehntelang Erfahrung

Namen aus der Verwaltung als mögliche Pohndorf-Nachfolger waren lange Zeit nicht zu vernehmen. Erst im Juni nahm der Wahlkampf an Fahrt auf. Die SPD im Flotwedel gab bekannt, Schoeneck zu unterstützen. Nun kursierten auch andere Namen – bis dann mit Frank Böse ein echter Verwaltungsprofi seinen Hut in den Ring warf.

Nach 33-jähriger Tätigkeit im Rathaus kann dem Fachbereichsleiter niemand so schnell etwas vormachen. Bodenständig, erfahren – und dennoch innovativ: Böse hat zu viele Ideen, als dass es unter seiner Führung ein "Weiter so" gäbe. Die CDU sprach sich für den 56-Jährigen als Bürgermeisterkandidat aus.

Wer holt die meisten Stimmen im Rennen um Bürgermeisteramt?

Der Ausgang der Wahl ist absolut offen. Beide parteilose Einzelbewerber legen Wert auf ihre politische Unabhängigkeit, haben aber Unterstützer in der Politik und sind in der Samtgemeinde gut vernetzt. Spannend wird nicht nur, welcher Charakterkopf bei den Wählern mehr zieht, sondern auch, wie die Bürger in der Samtgemeinde über die künftige Zusammensetzung der Räte abstimmen. Davon wiederum hängt dann auch ab, welchen politischen Rückhalt der neue Bürgermeister oder die neue Bürgermeisterin hat. Die bislang mehrheitlich konservative Wählerschaft im Flotwedel wird vermutlich eher Frank Böse ihre Stimme geben. Ein Vorteil für Nina Schoeneck sind ihre Kontakte zu vielen jungen Familien. Dass sie nicht aus der Samtgemeinde stammt, muss für sie kein Nachteil sein – sie hat die meiste Zeit ihres Lebens im Landkreis Celle verbracht und ist gut vernetzt. Frank Böse hingegen ist ein echtes Kind aus dem Flotwedel – Eicklingen ist und bleibt seine Heimat, ihn kennt praktisch jeder in der Samtgemeinde.