Bauhof und Feuerwehr

Gemeinde Hambühren will FTZ-Areal kaufen

Es spricht viel dafür, dass die Gemeinde Hambühren dem Landkreis ein Grundstück abkauft, um Bauhof und Feuerwehr an einem Standort zu konzentrieren.

  • Von Simon Ziegler
  • 05. Apr. 2022 | 17:24 Uhr
  • 12. Juni 2022
  • Von Simon Ziegler
  • 05. Apr. 2022 | 17:24 Uhr
  • 12. Juni 2022
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Hambühren.

Der Kauf steht seit Jahren im Raum, jetzt werden die Pläne konkreter: Die Hambührener Lokalpolitik hat der Gemeinde-Verwaltung Rückendeckung für die Verhandlungen mit dem Landkreis Celle gegeben. In der vergangenen Woche votierte der Gemeindeentwicklungsausschuss mehrheitlich dafür, dass die Gemeinde das Areal am Wildpfad samt Immobilie erwerben soll, um dort in einigen Jahren am gemeinsamen Standort den Bauhof und die Ortsfeuerwehr Hambühren unterzubringen.

Bauhof und Feuerwehr platzen aus allen Nähten

Nachdem Anfang März das Land Niedersachsen und der Landkreis Celle Verträge zum geplanten Technikzentrum in Celle unterzeichnet haben, ist jetzt der Zeitplan klar. Der Umzug der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) nach Scheuen ist für das Jahr 2026 geplant. Dann könnten die Hambührener das Areal übernehmen, sofern sie sich beim Kaufpreis mit dem Landkreis einigen. Im Raum steht eine siebenstellige Summe.

Für die Gemeinde Hambühren ist das Feuerwehr-Bauhof-Projekt eines der größten Infrastrukturprojekte der kommenden Jahre. Sie würde zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, denn sowohl das Bauhof-Areal an der Allensteiner Straße als auch das Feuerwehrgerätehaus der Hambührener Ortswehr, die beide in der Nachbarschaft zur FTZ liegen, platzen aus allen Nähten.

Gemeinde will den Deal

Bürgermeister Carsten Kranz macht sich für die Lösung stark, dass Bauhof und Wehr das 16.000-Quadratmeter-Grundstück gemeinsam nutzen. "Die Vorteile liegen auf der Hand. Das Areal ist doppelt so groß wie die bisherigen Grundstücke von Bauhof und Feuerwehr zusammen. Wir können Synergieeffekte nutzen, zum Beispiel bei Sanitäranlagen, Sozialräumen oder Werkstätten", sagt der Verwaltungschef. "Für die Gemeinde ist das die optimale Lösung."

Auf dem Tisch lagen auch die Varianten, dass am jetzigen Standort der beiden Einrichtungen erweitert oder neu gebaut wird. Auch die Möglichkeit eines Neubaus an anderer Stelle wurde geprüft. Unterm Strich überwiegen aber die Vorteile der FTZ-Immobilie, also die Größe des Grundstücks und die zentrale Lage. Der Bauhof könnte die bestehende große Halle nutzen, heißt es. Für die Feuerwehr müsste wohl noch ein Gebäude auf dem Areal errichtet werden. Die genauen Pläne müssen erarbeitet werden. "Wir fokussieren uns jetzt auf diese Variante", sagt Bauamtsleiter Niels Jürgensen. Wenn konkrete Zahlen bekannt sind, etwa zum Verkaufspreis, wird die Politik erneut abstimmen. Dass sich Landkreis und Gemeinde nicht einigen werden, ist indes kaum zu erwarten. Schon vor zwei Jahren hatte der Landkreis signalisiert, dass er sich den Verkauf an die Gemeinde vorstellen kann.

Auch Feuerwehr für Umzug

Gemeindebrandmeister Reiner Dralle begrüßt die Entwicklung. "Wir sind dafür. Das ist die zweckmäßigste und sinnvollste Lösung", sagt Dralle mit Blick auf das FTZ-Areal. Er hofft, dass möglichst schnell eine Lösung für die Feuerwehr gefunden wird. Dralle zweifelt aber, dass der Umzug tatsächlich im Jahr 2026 gelingen wird. Immerhin heißt es seitens der Gemeinde, dass die Hambührener Ortswehr möglicherweise schon früher Teile des Geländes nutzen kann.

Wie viel muss Gemeinde zahlen?

Wie viel Geld die Gemeinde insgesamt zahlen muss, lässt sich noch nicht abschätzen. Zum Kaufpreis kommen die Kosten für den Umbau des FTZ-Grundstücks dazu. Auf der Habenseite wird die Gemeinde den Verkauf der bisherigen Grundstücke von Bauhof und Ortswehr verbuchen können.