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Hambühren Seit 28 Jahren verteilt Agnes Möbis in Hambühren die CZ
Celler Land Hambühren Seit 28 Jahren verteilt Agnes Möbis in Hambühren die CZ
12:59 13.06.2010
Von Karin Dröse
Hambühren

Seit 28 Jahren versorgt die 68-Jährige ihre Kunden mit druckfrischem Lesestoff. „Ich wollte eigentlich nie Zeitungen austragen, aber weil ich das Geld brauchte und eine Stelle frei wurde, habe ich angefangen“, erinnert sie sich. Einmal hat sie den Bezirk gewechselt. Seit 23 Jahren trägt sie in der Nähe ihres Wohnhauses die Zeitung aus. Als sie mit 63 in Rente ging, hat sie die Zeitungszahl halbiert.

Ihre Kunden kennt sie genau. Viele treue Leser gehören dazu, aber: „Viele sind hinter kostenlosen Zeitungen her und nutzen jedes Freiabo aus.“

Der Frühdienst birgt durchaus Gefahren. Agnes Möbis wurde bei der Arbeit von Hunden gebissen. Dabei hat sie zur Abwehr ihr Fahrrad eingesetzt. Schmerzhaft war die unerfreuliche Begegnung trotzdem. Einmal wurde sie sogar von einem Auto angefahren. „Der Fahrer hatte die vereisten Scheiben nicht richtig freigekratzt und mich deshalb nicht gesehen. Ich bin samt Zeitungen über die Bordsteinkante geflogen“, erzählt sie. Trotzdem hat sie die Zeitungen wieder eingesammelt, sich auf das Fahrrad gesetzt und weitergemacht. „Krank sein, das liegt mir nicht und irgendwie geht es immer“, denkt sie sich.

Auch der Fußweg zu den Kunden hat manchmal seine Tücken: „Wenn ein Gullideckel ausgehoben wurde und ich das nicht rechtzeitig sehe, kann das gefährlich werden.“ Deshalb hat ihr Mann das Fahrrad mit besonders guter Beleuchtung ausgestattet. „Manchmal sind die Wege auf den Grundstück schlecht beleuchtet oder der Briefkasten ist voll gestopft,“ beschreibt sie Erschwernisse bei der Arbeit. Egal, ob Sommer oder Winter, Agnes Möbis macht ihre Arbeit gerne. Im Winter dauert die Tour etwas länger, weil es manchmal glatt ist und sie das Rad häufiger schieben muss. Wenn die Arbeit getan ist, ruht sie sich zuhause noch ein wenig aus. Dann wartet die Hausarbeit auf sie. Seit einiger Zeit hat die Zustellerin ein Haustier: „Ich habe eine Katze. Sie saß eines Tages vor der Tür und hat rumgemautzt. Seither hat sie bei uns ihr Zuhause.“ Die Gartenarbeit teilt sie sich mit ihrem Mann. Während Agnes Möbis die Blumenbeete pflegt, züchtet ihr Mann Gemüse. Die Ernte bereichert dann den Speisezettel des Ehepaares.