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Hambühren Riss in Rixförde: Wolf auf dem Vormarsch Richtung Hannover
Celler Land Hambühren Riss in Rixförde: Wolf auf dem Vormarsch Richtung Hannover
15:29 26.03.2014
Von Michael Ende
Reste einer Wolfsmahlzeit: Rotwild-Riss.
Reste einer Wolfsmahlzeit: Rotwild-Riss. Quelle: Günter Ilper
Rixförde

RIXFÖRDE. Dem Wolf auf die Spur gekommen sei einer seiner Jäger, so Günter Ilper, dem die Rixförder Gutsjagd gehört. Der Waidmann habe an einer Wasserstelle die charakteristischen Fährten Isegrims entdeckt und Ilper benachrichtigt: „Während meiner Kontrolle vor Ort hörte ich ganz in der Nähe Cross-Motorräder laut herumfahren. Ich bin schon lange hinter diesen Rowdys her und hoffte nun mal einen zu stellen.“ Stattdessen habe Ilper mitten auf einem nur selten benutzen Weg ein frisch gerissenes Rotwild-Alttier entdeckt: „Das Umfeld des Fundortes zeigte ein grausames Bild von dem wohl stattgefundenen Kampf: Eine 20 Meter lange Schleifspur mit größeren Blutflecken und Haarbüscheln, Innereien lagen verstreut umher, auch die Gebärmutter mit Inhalt.“Der Fundort lag direkt auf der Grenze zur Region Hannover – und dort ist man auf den Wolf noch nicht vorbereitet, wie Ilper feststellen musste: „Dort gibt es keinen Wolfsberater, den man zu Dokumentationszwecken zu einem solchen Riss hinzurufen könnte. Ein von mir angerufene Celler Wolfsberater hatte bis Mittag schon mehrere Wolfsrisse in seinem Gebiet kontrolliert und war verständlicherweise nicht mehr bereit, nun auch außerhalb noch einen weiteren Riss an diesem Sonntag aufzunehmen.“Tags darauf sei dann Britta Habbe, Wolfsbeauftragte der Landesjägerschaft Niedersachsen, in Rixförde erschienen, um am gerissenen Alttier DNA-Untersuchungen vorzunehmen. Deren Ergebnis steht noch aus, aber Ilper ist sich ziemlich sicher, dass hier tatsächlich ein Wolf am Werk war: „Neben den Fährten und dem Riss gibt es noch ein weiteres Indiz: Nur einige hundert Meter neben der Stelle ist kürzlich eindeutig ein Wolf in eine Fotofalle getappt.“