Mord an Frederike

Gesetzesänderung für Angehörige der Opfer gut

Der mutmaßliche Mörder von Frederike sitzt in U-Haft. Ohne das Engagement ihres Vaters wäre es dazu nie gekommen, kommentiert Simon Ziegler.

  • Von Cellesche Zeitung
  • 01. Mar 2022 | 18:20 Uhr
  • 12. Jun 2022
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  • 01. Mar 2022 | 18:20 Uhr
  • 12. Jun 2022
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Hambühren.

Für Angehörige von Mordopfern ist es unerträglich, wenn Täter frei herumlaufen, obwohl sie aufgrund neuer Beweismittel mit hoher Wahrscheinlichkeit überführt werden könnten. Es verletzt das Rechtsempfinden der Bevölkerung in eklatanter Art und Weise, dass ein Mörder sein Leben leben darf, das er seinem Opfer verwehrt hat. Deshalb war die im vergangenen Jahr in Berlin beschlossene Änderung der Strafprozessordnung richtig.

Gesetzesänderung dank Hans von Möhlmann

Der jahrzehntelange Einsatz von Hans von Möhlmann ist bewundernswert. Frederikes Vater hat trotz aller Rückschläge nie aufgegeben. Man muss es so deutlich sagen: Ohne sein Engagement wäre es niemals zu einer Änderung des Strafgesetzes gekommen. Noch vor ein paar Monaten war es vollkommen undenkbar, dass der mutmaßliche Täter festgenommen wird und in U-Haft sitzt.

Überprüfung durch Verfassungsgericht steht im Raum

Noch ist das Ganze aber nicht zu Ende. Eine Überprüfung des Gesetzes durch das Bundesverfassungsgericht steht im Raum. Dennoch: Es sieht so aus, dass in Kürze eine neue Hauptverhandlung anberaumt werden könnte – und das Verbrechen an Frederike womöglich doch noch gesühnt wird.

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