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Hambühren Heimatverein Hambühren errichtet Pavillon für Turbine zwei
Celler Land Hambühren Heimatverein Hambühren errichtet Pavillon für Turbine zwei
12:59 13.06.2010
Von Karin Dröse
Hambühren

Laufrad, beide Kammräder und das Gehäuse der 98 Jahre alten Turbine wurden vor wenigen Wochen aus dem Wasserkraftwerk ausgebaut, um sie durch eine moderne Anlage zu ersetzen, die sich automatisch reguliert. Seitdem liegen die ausgebauten, tonnenschweren Teile auf der Wiese vor dem Info-Gebäude des Heimatvereins und warten darauf, restauriert zu werden.

Karl-Heinz Pruchniewski ist Leiter des Projektes und kümmert sich im Heimatverein um die Geschichte des Wasserkraftwerks und der Schleuse. „Der Pavillon wird in seinen Ausmaßen dem ursprünglichen Raum im Kraftwerk nachempfunden sein“, erläutert er. „Im Untergeschoss wird das Turbinengehäuse zu sehen sein, das durch die Turbinenwelle mit einem Kammrad im Obergeschoss verbunden sein wird.“ 102000 Euro wird der Pavillon kosten. Finanziert wird er durch EU-Mittel für Denkmalschutz, die Gemeinde Hambühren, das Land Niedersachsen und vom Bingo-Lotto, das sich auch für Denkmalschutz stark macht. 33000 Euro werden allein für Glas benötigt. Zu einem Drittel wird der Bau am Ende aus Verbundglas bestehen. Weiteres Material bekommt der Heimatverein gespendet. So stellt eine amerikanische Firma mit Celler Filiale Bleche und Zubehör zur Verfügung, um das stark angegriffene Laufrad zu restaurieren. „Neue Bleche müssen dort eingeschweißt und das Rad muss neu lackiert werden“, erklärt Pruchniewski. „Schließlich soll es repräsentativ einen Platz neben dem Pavillon bekommen.“

Das Gewicht der Einzelteile stellt ein Problem dar. Das Laufrad hat einen Durchmesser von gut vier Metern und wiegt rund sechs Tonnen. Ein Kammrad misst viereinhalb Meter und kommt auf ein Gewicht von sieben Tonnen. Um diese Schwergewichte zu bewegen, bedarf es schweren Gerätes, das jedoch zur Montage auf die Insel gebracht werden muss. „Die Fähre über die Aller trägt nur eine Last von 13 Tonnen“, sagt Pruchniewski. „Wir müssen also einen Kran finden, der darunter bleibt. Das wird noch ein abenteuerliches Projekt.“ Wenn alles gut geht, soll der Pavillon im Juni kommenden Jahres beim Schleusenfest eröffnet werden. Die nächsten Projekte des Heimatvereins sind die Errichtung des so genannten Nadelwehrs und das Aufstellen der beiden übrigen Kammradhälften im Ort. Infos gibt es bei Karl-Heinz Pruchniewski unter der Telefonnummer (05084) 6388.