Sponsoren sollen helfen

Hambühren denkt über Skatepark nach

Baut die Gemeinde Hambühren einen Skatepark am Hehlenbruchweg? Sie würde wohl gerne, nur ist die Finanzierung nicht geklärt.

  • Von Simon Ziegler
  • 03. Feb 2022 | 11:01 Uhr
  • 12. Jun 2022
  • Von Simon Ziegler
  • 03. Feb 2022 | 11:01 Uhr
  • 12. Jun 2022
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Hambühren.

Die Idee kam von den Jugendlichen selbst. Sie sprachen Olga Kern von der Gemeinde-Verwaltung an, die sich in den vergangenen Monaten um den Jugendtreff Ruine gekümmert hat. Die Jungen und Mädchen hatten gefragt, ob es nicht auch in Hambühren eine Skateranlage geben könnte. So wie zum Beispiel in Celle, Winsen, Nienhagen oder in Hermannsburg.

Bürgermeister ist für Anlage

Hambührens Bürgermeister Carsten Kranz gefällt der Vorschlag. „Wir wollen für die Jugend attraktiv sein“, sagt er. Seine Verwaltung hat jetzt die Kosten ermittelt und einen konkreten Vorschlag für einen Standort gemacht. Am Donnerstag wird im Sozialausschuss darüber diskutiert.

300.000-Euro-Finanzierung ist unklar

Die Gemeinde geht davon aus, dass die Anlage, die auf dem Bolzplatz am Hehlenbruchweg gebaut werden könnte, rund 300.000 Euro kosten würde. Das ist die Größenordnung des Skateparks in Hermannsburg. Dort wurde etwa eine viertel Million Euro investiert, sagt der dortige Kämmerer Rainer Kirchhoff auf CZ-Anfrage. Konkret waren es 245.000 Euro plus Kosten für Architekten, Lärmgutachten sowie Bänke und Beleuchtung. Die Anlage im Örtzepark wurde 2020 eröffnet.

Geldgeber finden

Die Kosten dürften in Hambühren der Knackpunkt sein. Zwar ist Kranz optimistisch, dass Fördermittel über 35.000 Euro fließen könnten, doch den Rest müsste die Gemeinde selbst aufbringen. Und die Haushaltslage gilt als angespannt. „Im Moment können wir uns das eigentlich nicht leisten“, räumt Kranz ein. Ein Weg könnte sein, die Kosten zu reduzieren und Sponsoren zu finden.

Sollten die Hambührener die Finanzierung hinbekommen, sehen die Überlegungen vor, einen 450 Quadratmeter großen Platz für Skateboarder, BMX-Fahrer, Inline-Skater und Scooter zu errichten. Als Material wird Beton sowohl für den Boden als auch für Fahrelemente vorgeschlagen. Beton ist witterungsbeständig, außerdem ist das Material verglichen mit Holzkonstruktionen leiser.

Standort gilt als ideal

Das Areal am Hehlenbruchweg gilt als ideal. Der Bolzplatz ist ohnehin ein Treffpunkt für Jugendliche. Gegenüber sind Grundschule und Jugendtreff. Das nächste Wohnhaus befindet sich am Adlerweg in einer Entfernung von 70 Metern. Sollte es konkret werden, müsste ein Lärmschutzgutachten erstellt werden.

Hambühren wächst

Der Bedarf sei auf jeden Fall da, glaubt Kranz. Er verweist darauf, dass schon vor mehr als zehn Jahren die Jugend den Wunsch an die Gemeinde herangetragen habe, eine solche Anlage zu bauen. Das ist damals nichts geworden. In der Zwischenzeit ist Hambühren gewachsen, immer mehr Familien mit Kindern ziehen in die Gemeinde.

Nienhagen hat es günstiger hinbekommen

In Nienhagen hatte man sich für einen anderen, günstigeren Weg entschieden. Dort hat Jugendpfleger Soenke Binder seit 2013 in Eigenregie mit den Jugendlichen zusammen sechs Rampen gebaut. Der etwa 20 mal 20 Meter große Platz samt Bodenbelag war bereits da. „Insgesamt hat das Material für die Rampen vielleicht 20.000 Euro gekostet“, sagt Binder. Auch in Bröckel soll eine Skateanlage errichtet werden. Baubeginn könnte noch in diesem Jahr sein, erklärt Tina Fröhlich, Abteilungsleiterin der Skate-Sparte beim TuS Bröckel. Geplant sei eine 250 Quadratmeter große Anlage für 110.000 Euro.