Drei-Millionen-Projekt

Grundstein für Neubau an Oldauer Schule gelegt

Immer mehr Kinder besuchen die Grundschule Oldau. Jetzt nimmt der Erweiterungsbau Gestalt an.

  • Von Simon Ziegler
  • 11. Mar 2022 | 16:47 Uhr
  • 12. Jun 2022
  • Von Simon Ziegler
  • 11. Mar 2022 | 16:47 Uhr
  • 12. Jun 2022
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Ovelgönne.

Um die Frage zu beantworten, zeigt Schulleiter Thomas Friemel auf die Container, die auf dem Schulhof stehen. "Seit fast drei Jahren werden in den Containern Kindern unterrichtet", sagt er. "Ja, die Erweiterung ist dringend nötig." Schließlich besuchen schon heute 222 Kinder die Grundschule Oldau-Ovelgönne. Nach den Sommerferien werden es wohl 235 sein, Kinder aus der Ukraine noch gar nicht berücksichtigt. Zum Vergleich: Noch vor sechs Jahren gingen lediglich 160 Kinder auf die Schule. Die Container waren einst aufgestellt worden, weil umfangreiche Elektro-Sanierungen im Gebäude begannen. Dann wurden sie zur Dauerlösung.

Am Freitag legte Bürgermeister Carsten Kranz den Grundstein für den lange geplanten Erweiterungsbau der Grundschule. Er verbaute eine Kapsel ins Mauerwerk, in das Lehrer und Schüler Masken, Schnelltests sowie von den Kindern gemalte russische und ukrainische Flaggen gelegt hatten.

Drei neue Klassenräume

Der Erweiterungsbau im hinteren Bereich der Schule kostet die Gemeinde knapp drei Millionen Euro. Es entsteht an der Straße An der Schachtbahn ein ganz neuer Trakt mit drei Klassenräumen, Sanitäranlagen und einem Lager für den Hausmeister. Außerdem wird eine neue Lehrküche gebaut. Die bisherige Küche wird einer größeren Mensa weichen. Insgesamt wird der Gebäuderiegel eine Länge von 35 Metern und eine Breite von 15 Metern haben. "Bei den Kosten sind wir im Plan", sagte Projektleiter Olaf Pank. Leichte Verzögerungen gibt es unterdessen beim Zeitplan. Ursprünglich hatte es geheißen, dass der Bau bis zu den Sommerferien in diesem Jahr fertig sein soll. Jetzt will die Gemeinde das Bauvorhaben bis Ende 2022 abgeschlossen haben.

Bürgermeister Kranz sprach von einem "bedeutenden Tag für die weitere Entwicklung der Schullandschaft" in Hambühren. "Ich bin mir sehr sicher, dass die drei Millionen Euro Steuergeld hervorragend angelegt sind", erklärte der Verwaltungschef, ehe er auf die demografische Entwicklung zu sprechen kam. Inzwischen lebten mehr als 11.000 Menschen in der Gemeinde. Vor allem die Ortsteile Oldau und Ovelgönne hätten ein sehr starkes Bevölkerungswachstum zu verzeichnen. Sprach es und verteilte Süßigkeiten an die vielen Grundschulkinder. Die hatten zur feierlichen Grundsteinlegung ein Ständchen gesungen.