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Hambühren "Cats" verabschieden sich aus Ratsarbeit
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"Cats" verabschieden sich aus Ratsarbeit in Hambühren

14:06 06.09.2021
Von Simon Ziegler
Demnächst nicht mehr im Rat (von links): Reiner Dralle, Barbara Kolkmeier und Ralf Klapper.
Demnächst nicht mehr im Rat (von links): Reiner Dralle, Barbara Kolkmeier und Ralf Klapper. Quelle: Fremdfotos/eingesandt
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Hambühren

Was bereits vermutet wurde, hat die Cats-Fraktion in Hambühren jetzt bestätigt: Sie sind Geschichte. In einer Pressemitteilung haben sich die drei Cats-Mitglieder (Christlich-Anständig-Transparent-Sozial) aus der Ratsarbeit verabschiedet. Der Fraktion gehörten neben Chefin Barbara Kolkmeier auch Gemeindebrandmeister Reiner Dralle und der frühere Leiter der Polizeistation, Ralf Klapper, an.

Grund sind Finanzen

"Wir alle drei haben viele Dinge in der Gemeinde wegweisend mitgestaltet und werden uns in unseren unterschiedlichen Aufgabenfeldern für das Wohl der Hambührener auch in Zukunft einsetzen", sagte Kolkmeier. Man habe bewusst entschieden, bei der Kommunalwahl am Sonntag nicht anzutreten. "Dies hat seinen Grund auch darin, dass unsere mahnenden Worte zur Haushaltspolitik des Rathauses mit ausufernden Personalkostensteigerungen auf inzwischen 5,6 Millionen Euro jährlich bei der Verwaltungsspitze und den großen Ratsfraktionen regelmäßig auf taube Ohren stoßen", wird Kolkmeier in der Cats-Mitteilung zitiert. Zudem sei die finanzielle Entwicklung mit einem Anstieg der Investivverschuldung allein im Jahr 2021 von 9 auf rund 16 Millionen Euro nicht mehr zu verantworten. "Ideen zur dringend notwendigen Haushaltskonsolidierung gibt es im Rathaus nicht. Unsere Anträge hierzu wurden abgelehnt oder nicht umgesetzt. Die Bürger werden sich auf massive Steuererhöhungen einstellen müssen. Diese Entwicklung können und wollen wir nicht mehr verantworten", so Kolkmeier weiter.

Ärger bei der CDU

Kolkmeier, Klapper und Dralle hatten die Cats-Fraktion im Jahr 2018 gegründet. Alle drei gehörten zuvor der CDU an. Die Abspaltung ging auf die CDU-Kandidatur von Edmund Hoffmann für die Bürgermeisterwahl 2019 zurück. Kolkmeier, jahrelang Partei- und Fraktionsvorsitzende der CDU, wollte selbst für das Bürgermeisteramt antreten. Als sich die Christdemokraten für Hoffmann aussprachen, kam es zu einer öffentlichen Schlammschlacht. Kolkmeier warf Hoffmann damals vor, 27 neue Parteimitglieder rekrutiert zu haben und nur deshalb die Kandidatur gewonnen zu haben.

Kontrollfunktion wahrnehmen

Für die Zukunft wünschten sich die drei langjährigen Lokalpolitiker "als Bürger", wie es hieß, "dass auch im neuen Gemeinderat Ratsmitglieder sitzen werden, die ihrer Kontrollfunktion gegenüber Bürgermeister und Verwaltung gerecht werden".

Christoph Zimmer 31.08.2021
Katharina Baumgartner 27.08.2021
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