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Faßberg Weihnachtsmann im Faßberger Flieger
Celler Land Faßberg Weihnachtsmann im Faßberger Flieger
17:24 04.12.2015
Der Weihnachtsmann schaut nach der Geschenkübergabe den Faßberger Kindern zu, wie sie beim Lagerfeuer Stockbrot backen.
Der Weihnachtsmann schaut nach der Geschenkübergabe den Faßberger Kindern zu, wie sie beim Lagerfeuer Stockbrot backen. Quelle: Udo Genth
Faßberg

Nicht „vom Himmel hoch“ kam am Dienstag der Weihnachtsmann nach Faßberg, um Gaben zu verteilen. Immerhin in einem Flugzeug empfing der Mann im roten Gewand mit dem weißen Rauschebart die Kinder. Dort hinein kletterten nacheinander rund 60 kleine Faßberger über die Leiter, nachdem sie zuvor ein Weihnachtslied gesungen hatten.

Im Bauch des olivgrünen Luftfahrtveteranen am Rande des Faßberger Fliegerhorstes fragte der Weihnachtsmann zunächst jedes Kind, ob es denn brav gewesen sei. Nach dem mehr oder weniger flüssig geantworteten „Ja“ bekam jeder einen kleinen Beutel mit Süßigkeiten. Der danebenstehende „Knecht Ruprecht“ stiftete dazu noch ein blaues Band zum Umhängen.

„Es ist eine großartige Sache, dass wir unsere Weihnachtsaktionen hier am historischen 'Rosinenbomber' beginnen konnten“, sagte der Sprecher des Verkehrsvereins Müden, Michael Hoffmann. In der Tat erinnerte die C47-Transportmaschine „Fassberg Flyer“ an die Luftbrücke der Jahre 1948/49. Damals wurde Faßberg weithin bekannt als einer der Flugplätze, von denen Transportmaschinen Güter in das blockierte Berlin brachten.

Hoffman sprach an, die Weihnachtsaktion im nächsten Jahr zu wiederholen. Diese Erwartung fand bei Paul Hicks ein offenes Ohr. „Gern, wir sind schließlich eine Gemeinde“, sagte der Vorsitzende des Fördervereins Erinnerungsstätte Luftbrücke. Seine Gemeinschaft kümmert sich seit gut 20 Jahren um das Erbe aus jener Zeit, da "ein Hauch von Weltgeschichte" durch den Ort wehte.

Die Kinder hatten sicher weniger Kenntnis der historischen Zusammenhänge. Für sie waren der Weihnachtsmann und seine Gaben die Hauptsache. „Der war nett“, fand die sechsjährige Sarah. Sie war mit ihrer Zwillingsschwester Leni gekommen. Der drei Jahre älteren Josefine gefiel die ganze Aktion. „Finde ich cool“, lautete ihr Urteil, das sich auch auf das abschließende Beisammensein am Feuer mit Stockbrot-Backen bezog.

Von Udo Genth