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Faßberg Wassergraben für den Heidesee?
Celler Land Faßberg Wassergraben für den Heidesee?
18:10 21.06.2010
Müden (Örtze)

MÜDEN. Wie kann der Algenbewuchs im Heidesee im Sommer gestoppt werden? Dafür gibt es immer noch keine endgültige Lösung, aber eine neue Variante, die, sollte sie denn genehmigt werden, für die Gemeinde Faßberg sehr kostengünstig ausfallen würde.

Dabei würde das Wasser bevor es in die Örtze läuft, durch einen Wassergraben geleitet. „So könnte sich das Wasser regenerieren und abkühlen, bevor es wieder in die Örtze gelangt“, erklärte Wolfgang Granobs auf Nachfrage im Bauausschuss der Gemeinde. Die höhere Temperatur des Wasser war ein Grund, warum das Wasser nicht mehr aus dem See in die Örtze laufen sollte. Granobs betonte allerdings, dass dies zunächst eine Idee sei, die noch eng mit dem Landkreis abgestimmt werden müsse.

Allerdings haben die Planer ein gutes Argument. Die Alternative wäre richtig teuer. Ein Sanierung des Heidesees und die Installation eines Überlaufes wird derzeit nach Schätzungen rund 200000 Euro kosten. Die Variante mit dem Wassergraben würde dagegen nicht viel kosten, weil der Graben zum Teil schon vorhanden ist. Er befindet sich auf der ortsnahen Seite und müsste nur ein wenig erweitert werden.

In der Politik zeigte man sich sehr angetan von dem Vorschlag. „Wenn das funktioniert, ist alles gut, denn bei durchlaufendem Wasser fängt es im Sommer auch nicht an zu stinken“, sagte der Bauausschussvorsitzende Uwe Bockelmann (CDU).

Das würde auch bedeuten, dass der See nicht ausgebaggert werden müsste, wie es bisher eigentlich in der Diskussion war. Das würde ein großes Problem darstellen, weil der Schlamm nicht einfach auf Felder von Landwirten gebracht werden kann. Das haben die Proben ergeben, die vom Grund des Sees gezogen wurden, als im Winter das Wasser abgelassen wurde. Sollte der Schlamm ausgebaggert werden, müsste er auf einem Teilstück des Sees verbleiben, da er sonst als Sondermüll behandelt werden müsste. Die Entsorgung wäre so teuer, dass die Gemeinde Fassberg das nicht schultern könnte.

Von Tore Harmening