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Faßberg Wie die Kohle nach Berlin kam
Celler Land Faßberg Wie die Kohle nach Berlin kam
17:02 10.05.2019
Von Christopher Menge
Foto: Präsentation des Zeitzeugen-Films zur Luftbrücke in der Oase in Faßberg.
Präsentation des Zeitzeugen-Films zur Luftbrücke in der Oase in Faßberg. Quelle: Christopher Menge
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Faßberg

Als Robert Brand zwei Metallkugeln – eigentlich sahen sie mehr aus wie Eier in Grau-Grün – mit einem hellgrünen Knopf und einem weißen eingelassenen Haar im Faßberger Wald fand, steckte er sie in die Taschen und lief nach Hause. Als sein Vater ihn dort sah, zog er ihm sofort die Hose aus und schmiss sie in den Sickerschacht. „Ich hatte zwei Handgranaten mit nach Hause gebracht“, berichtet Brand, der damals zehn Jahre alt war. Er ist einer der Zeitzeugen, die im Film „Wie die Kohle nach Berlin kam – Faßberger Zeitzeugen zur Luftbrücke 1948/49“ zu Wort kommen. Die Produktion des Christian-Gymnasiums Hermannsburg in Zusammenarbeit mit dem Bundeswehr-Fachmedienzentrum Faßberg wurde am Donnerstagabend in der Oase in Faßberg der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Rahmen des Schulprojektes zu 70 Jahre Ende der Luftbrücke ist ein äußerst professioneller Film entstanden.

Dank vom Förderverein für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin

Neben den Schülern der Klasse 11a, die die Zeitzeugen-Interviews führten, leistete Lars Kröger ganze Arbeit. Als Dank für Kamera, Schnitt und Ton überreichten ihm Ludger Osterkamp und Pauls Hicks vom Förderverein für die Erinnerungsstätte Luftbrücke Berlin – begleitet vom Applaus der 400 Besucher – einen Gutschein für eine Reise nach Berlin. Der westliche Teil der Bundeshauptstadt war während der Luftbrücke unter anderem von Faßberg aus versorgt worden. 539.112 Tonnen Kohle wurden transportiert.

„Die humanitäre Hilfeleistung der Luftbrücke ist das, was geblieben ist“, sagte Faßbergs Bürgermeister Frank Bröhl. Der stellvertretende Standortälteste Olaf Bölting lobte das Schulprojekt als Musterbeispiel dafür, wie Geschichte erlebbar gemacht werden könne.

Projekt der Grundschulen Faßberg und Müden

Dazu trugen auch die Grundschulen Faßberg und Müden einen großen Teil bei. „Wir haben etwas für Kinder gemacht, damit die Kinder die Luftbrücke verstehen können“, sagte einer der 30 Viertklässler, die an der Arbeitsgemeinschaft teilnahmen. Mit Hilfe von Tablets entwarfen die Grundschüler einen Museumsführer und ein Quiz für das Luftbrückenmuseum. In kleinen Filmen und mit Texten in kindgerechter Sprache wird das historische Ereignis nun erklärt. „So ein wichtiges Ereignis wie die Luftbrücke muss für Kinder erfahrbar sein“, sagte Heike Conrads, Leiterin der Grundschule am Heidesee.

Fotostrecke: Wie die Kohle nach Berlin kam
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