Thema im Bauausschuss

Photovoltaik auf Depotgelnde bei Aschenberg?

Wo noch Munitionsreste liegen, soll bald ein Photovoltaikpark entstehen. ber die Zukunft des Gelndes bei Aschenberg wird im Bauausschuss gesprochen.

  • Von Carsten Richter
  • 18. Nov. 2019 | 18:26 Uhr
  • 10. Juni 2022
  • Von Carsten Richter
  • 18. Nov. 2019 | 18:26 Uhr
  • 10. Juni 2022
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Aschenberg.

Groe Plne rund um das ehemalige Korpsdepot bei Aschenberg: Die Firma Max Solar, ein Solarenergie-Unternehmen aus Bayern, will auf dem Gelnde zwischen Hfer und Scharnhorst einen Photovoltaikpark realisieren. Das Besondere: Es besteht die Mglichkeit, dass sich Brger mit einer Genossenschaft an dem Projekt beteiligen. Das Thema steht am Mittwoch auf der Tagesordnung des Escheder Bauausschusses.

Erste Gesprche mit "Max Solar" gefhrt

"Wir sind von den Plnen total berrascht", sagt Gnter Berg, Brgermeister der Gemeinde Eschede. Die Firma "Max Solar" und Mario Hustedt, Geschftsfhrer der Escheder Sand-Aufbereitung (ESA), htten Gesprche gefhrt. Demnach wolle Hustedt das Gelnde an das Unternehmen aus dem oberbayerischen Traunstein verkaufen, den Kies- und Sandabbau aber fortsetzen. Hustedt selbst wollte sich auf CZ-Anfrage zu den Plnen noch nicht weiter uern. Er besttigte lediglich, dass die Gesprche mit "Max Solar" stattgefunden haben. Genaueren Aufschluss ber das Vorhaben wird die Bauausschuss-Sitzung geben: Beide Projektpartner werden die Politiker, die Verwaltung und die ffentlichkeit ber die Planungen informieren.

Gelnde von Kampfmitteln befreien

Brgermeister Berg sieht zwei Knackpunkte: Erstens die weitere Beseitigung von Kampfmitteln auf dem Gelnde und zweitens die Schaffung von Ausgleichsflchen fr die Bume, die dem Vorhaben zum Opfer fallen werden. Hier sieht der Verwaltungschef die grten Schwierigkeiten. Fakt ist: Das insgesamt 90 Hektar groe Areal ist zum grten Teil eine Wald- und Freiflche. Hier liegen auerdem die Altlasten aus dem Zweiten Weltkrieg. "In Vorgesprchen wurde der Gemeinde zugesichert, dass vor Baubeginn die Flche in Gnze von Kampfmitteln befreit werden wrde", heit es in der Vorlage zu der Sitzung. Auch diesen Part wrde "Max Solar" bernehmen.

Groe Chance fr Gemeinde und Mario Hustedt

Aktuell werden die notwendigen Voraussetzungen geprft, um das Projekt umzusetzen, also die Bauleitplanung und eben die Ausgleichsmanahmen. "Es besteht nun die groe Chance fr die Gemeinde, das Areal sauber zu bekommen", sagt Berg. Auerdem weist der Brgermeister auf den Trend zu alternativer Stromversorgung hin. Auch der Celler Fachanwalt Ralf Schlottau, der Hustedt vertritt, sieht in dem Vorhaben eine "einmalige Chance", das Gelnde knftig vernnftig zu nutzen. Die Beseitigung der Altlasten knne sein Mandant nicht allein leisten.

Weitere Themen im Bauausschuss

Auf der Tagesordnung des Bauausschusses stehen etliche weitere Themen. Diskutiert wird auerdem ber die Erweiterung der Kindertagessttte "Eschennest", knftige Projekte der Dorfentwicklung Aschau-Niederung, die Nachnutzung der alten Grundschule, die Nutzung freier Flchen an der Eichendorffstrae und die Erweiterung des Friedhofs in Hfer.

Die ffentliche Sitzung des Ausschusses fr Bauen, Umwelt und Sport der Gemeinde Eschede beginnt am Mittwoch, 20. November, um 17 Uhr im Sitzungszimmer in der ehemaligen Oberschule.