Projekt vorgestellt

Solarpark auf Bergwerksgelnde in Hfer?

Das frhere Bergwerksgelnde Mariaglck in Hfer knnte als Solarpark genutzt werden. Im Bauausschuss in Eschede wurden die Plne vorgestellt.

  • Von Carsten Richter
  • 02. Oct 2020 | 18:38 Uhr
  • 10. Jun 2022
  • Von Carsten Richter
  • 02. Oct 2020 | 18:38 Uhr
  • 10. Jun 2022
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Eschede.

Es wre das zweite groe Photovoltaik-Projekt in der Gemeinde Eschede. Auf dem ehemaligen Bergwerksgelnde in Hfer knnte eine Anlage zur Erzeugung von Sonnenenergie entstehen. Die Plne des Unternehmens SWS Renergy wurden am Donnerstag im Bauausschuss vorgestellt. Auf 8 bis 10 Millionen Euro bezifferte Projektentwickler Michael Papenfu das Gesamtvolumen. Bevor das Vorhaben auf einer 18 Hektar groen Flche umgesetzt werden kann, muss SWS Renergy erst einmal das Gelnde erwerben dies ist derzeit noch im Besitz des Bergbauunternehmens K+S.

Gnter Berg: Groe Chance und offene Fragen

"Es ist eine groe Chance, auf dem Gebiet der Erneuerbaren Energien etwas zu erreichen, und absolut zukunftsweisend", sagte Brgermeister Gnter Berg. Der Verwaltungschef wies aber zugleich darauf hin, dass es noch viele offene Fragen gebe. Dazu zhlt vor allem eine mgliche Beteiligung der Brger an dem Projekt. Dafr kommt die Form die Grndung einer Genossenschaft in Betracht. Klaus Drgemller (Brger fr Eschede) schlug in der Sitzung vor, Kontakt zu anderen Betreibern von Brgersolarparks aufzunehmen. Die Gemeinde werde nur bei dem Prozess nur eine begleitende Funktion haben, sagte Berg auf CZ-Nachfrage. Unklar sei auch noch, wie viele Menschen mit dem Strom aus dem frheren Bergwerksgelnde versorgt werden knnten. "Es muss eine richtig gute Lsung gefunden werden, sodass die Allgemeinheit etwas davon hat", sagte Hfers Ortsbrgermeister Michael Teske.

Vergleichbares Projekt am Aschenberg geplant

Das Vorhaben ist vergleichbar mit einem anderen Projekt in der Gemeinde, das aber auch noch in der Schwebe ist. Auf einem Teil des ehemaligen Korpsdepots bei Aschenberg will das bayrische Unternehmen Max Solar ebenfalls einen Photovoltaik-Park realisieren. Auch hier gibt es jedoch hohe Hrden zu berwinden. "65 Hektar Wald umzuwandeln ist uerst schwierig", machte Berg deutlich.

Probleme beim Erwerb von Bauland in Eschede

Platz fr Bauland: Angesichts der groen Nachfrage nach Baupltzen in Endeholz, Habighorst und Hfer stt die Gemeinde auf Schwierigkeiten beim Erwerb von Bauland. "Wir mssen uns dazu im nchsten Dorfentwicklungsausschuss Gedanken machen", sagte Berg. Das Problem seien die Vorgaben des Regionalen Raumordnung. "Wir drfen in den Ortsteilen kein Bauland mehr ausweisen." Im Kernort Eschede aber sei eine Ausweisung schwierig wegen der Einengung durch Bahntrasse, Bundesstrae und Naturschutzgebiete. Die Verwaltung will nun das Gesprch mit Kreis-Umweltdezernent Gerald Hhl suchen. Auerdem soll wieder die Potenzialanalyse von vor zwei Jahren herangezogen werden, die Mglichkeiten zur Innenentwicklung aufgezeigt hatte.

Dorfgemeinschaftshaus Dalle neu bauen?

Dorfgemeinschaftshaus: Der Ausschuss hat bei einer Enthaltung empfohlen, die Kosten fr einen Neubau des Dorfgemeinschaftshauses in Dalle zu ermitteln. "Der Zustand des Daches wird immer schlechter. Es muss schnell gehen", sagte Ortsvorsteher Hubertus Bhmann. Im kommenden Jahr soll ein Frderantrag ber die Dorferneuerung gestellt werden. Der Verwaltungsausschuss wird in dieser Woche darber entscheiden.