Zukunft weiter unklar

Sportheim Dalle: Mitglieder wollen Sanierung

Die Einwohner wollen einen Neubau, die Mitglieder des SV Dalle favorisieren eine Sanierung. Die Politik muss entscheiden. Und es gibt eine neue Einschätzung.

  • Von Carsten Richter
  • 16. Jun 2022 | 15:40 Uhr
  • 21. Jun 2022
  • Von Carsten Richter
  • 16. Jun 2022 | 15:40 Uhr
  • 21. Jun 2022
Anzeige
Dalle.

Weiter Unklarheit herrscht darüber, wie es mit dem Sportheim in Dalle weitergeht. Nachdem sich bei einer Einwohnerversammlung im Mai die Mehrheit der mehr als 30 Anwesenden für den Bau eines neuen Dorfgemeinschaftshauses ausgesprochen hatte, ergab eine Mitgliederversammlung des SV Dalle in dieser Woche ein anderes Stimmungsbild. Wie Vereinsvorsitzender Eckhard Breetzke im Anschluss auf CZ-Anfrage sagte, hätten 14 von 20 anwesenden Mitgliedern eine Sanierung des 40 Jahre alten Gebäudes befürwortet, die übrigen sechs Mitglieder hätten sich enthalten. Nun ist die Politik am Zuge: Der Gemeinderat muss sich für eine Variante entscheiden.

Gemeinde Eschede benennt Vorteile eines Neubaus

"Es geht immer darum, dass für Dalle etwas erreicht wird", sagte Eschedes Bürgermeister Heinrich Lange. Bei der Einwohnerversammlung im Mai hatte der Verwaltungschef deutlich die Vorteile eines Neubaus benannt. "Die Förderaussichten sind sehr gut", so Lange. Bei einem limitierten Budget von 555.000 Euro hat die Gemeinde eine Förderung über eine halbe Million Euro in Aussicht. Ortsvorsteherin Nina Schurig hatte außerdem den Vorteil hervorgehoben, dass durch die Vermietung eines modernen Gebäudes Einnahmen generiert werden könnten.

Für Förderantrag drängt die Zeit

Auch bei einer Einwohnerversammlung im vergangenen Jahr ging der Tenor eindeutig in Richtung Neubau. Nur konnten Fördermittel bislang nicht beantragt werden, da sich die Gemeinde und der Arbeitskreis, in dem auch der SV Dalle vertreten ist, nicht einig geworden sind. Das Problem: Es drängt die Zeit. Bis zum 15. September muss der Förderantrag beim Amt für regionale Landesentwicklung eingegangen sein.

SV Dalle fordert weiter Zuschuss von Gemeinde

Der Variante Neubau gegenüber steht eine Sanierung. Vereinschef Breetzke hält einen deutlich teureren Neubau für Steuergeldverschwendung und führt Gesamtkosten von lediglich 150.000 Euro bei einer Sanierung in Eigenleistung an. Aber wird die Summe reichen angesichts der allgemeinen Kostensteigerungen? Breetzke bejaht dies gegenüber der CZ. "Wir hatten schon extra hoch gerechnet." Seine Forderung an die Gemeinde nach einem Zuschuss von 100.000 Euro wolle er aber aufrecht erhalten, sagte er.

Das sagen zwei Sachverständige zum Sportheim Dalle

Neu in dem Zusammenhang ist die Einschätzung von zwei Sachverständigen. Diese hatten sich kürzlich zusammen mit Rat und Arbeitskreis ein Bild vom Zustand des Gebäudes verschafft. Dachboden und Wände seien der Einschätzung der Experten zufolge in Ordnung. Auch das macht Breetzke Hoffnung, dass er die Kostenhöhe einhalten kann. "Eine Sanierung ist eine Option", bestätigt Lange. Allerdings fehle dafür noch ein Sanierungs- und Finanzierungskonzept. "Bei einem Neubau hätten wir die Planungen in der Hand." Dieser mache auch energetisch Sinn.

Um es kurz zu machen: Eine klare Priorisierung ist nicht erkennbar. Ob Sanierung oder Neubau – diese Frage wird nun der Gemeinderat klären.