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Eschede Petersen will Bürgermeisterin von Eschede werden
Celler Land Eschede

Petersen will Bürgermeisterin von Eschede werden

15:16 05.11.2020
Von Simon Ziegler
Marlies Petersen bewirbt sich um das Bürgermeisteramt in Eschede. Quelle: Tobias Franke
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Eschede

Wer wird Nachfolger von Eschedes Bürgermeister Günter Berg? Nachdem Marlon Gollnisch (SPD) bereits erklärt hatte, bei der Wahl 2021 kandidieren zu wollen, gibt es jetzt auch bei den Grünen einen Bewerber: Ende September hat der Ortsverband Marlies Petersen als Bürgermeisterkandidatin ernannt. CDU, FDP und Bürger für Eschede (BüfE) suchen derzeit noch einen Bewerber. Das Dreierbündnis plant, einen gemeinsamen Kandidaten aufzustellen.

Vorsitzende des Kreisverbandes

„Ich freue mich über meine Nominierung und das Vertrauen, das in mich gesetzt wird“, sagte Marlies Petersen. Die 56-jährige Mutter zweier Kinder kommt aus Offensen und lebt seit 1986 in Eschede. Sie ist Vorsitzende des Grünen-Ortsverbandes Eschede/Lachendorf und Chefin des Kreisverbandes. Sie sitzt im Ortsrat Eschede und im Celler Kreistag.

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Kampf gegen Rechts

Thematisch will sie sich im Wahlkampf breit aufstellen. Dass bei ihr der Widerstand gegen rechtsextreme Strukturen in Eschede eine große Rolle spielen wird, ist klar. „Ich stehe ganz klar für Menschenrechte. Ich werde weiterhin gegen den NPD-Hof und alle rechtsextreme Agitation in Eschede kämpfen“, betont Petersen.

Ehrenamt stärken

Ein wichtiges Anliegen ist ihr, die Stellung der Frauen in Politik und Gesellschaft zu fördern. Auch die Stützung des Ehrenamtes steht bei ihr auf der Agenda, betont die 56-Jährige. „Zusammen mit den Eschedern möchte ich mich zudem für mehr demokratische, transparente Strukturen in Rat und Verwaltung einsetzen“, so die Bürgermeister-Kandidatin. Dass sie sich als Grünen-Politiker für mehr Klima- und Umweltschutz sowie Artenvielfalt starkmacht, ist keine Überraschung. „Wirtschaft und Klima sind vereinbar und Nachhaltigkeit bedeutet Zukunft. Neue Modelle von Wirtschaft wie Bürger-Energie, Genossenschaften oder andere Ideen sind wichtig. Unsere politischen Entscheidungen müssen die Klima-Relevanz offenlegen“, so Petersen.

Tempo 70 bei Burghorn

Sie kündigte an, dass sie den Bürgerbus, die Freibäder, die örtlichen Vereine und Kulturprojekte unterstützen will. Eine rollstuhl-, kinderwagen- und fahrradgerechte Querung der Gleise am Bahnhof strebt sie ebenfalls an. Außerdem kündigte sie an, sich für ein Überholverbot oder Tempo 70 auf der Bundesstraße im Bereich Burghorn starkzumachen.

Gollnisch will für SPD antreten

Bürgermeister Günter Berg geht Ende des kommenden Jahres in Ruhestand. Der 66-jährige Amtsinhaber steht seit 2006 an der Spitze der Verwaltung. Als erster Kandidat für seine Nachfolge hatte Marlon Gollnisch im September seinen Hut in den Ring geworfen. Er ist in der Gemeinde als Sprecher des Bündnisses gegen Rechtsextremismus bekannt. (siz)

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